DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Wirtschaft - page 2

Die Wehrmachtsfigur Basti aus China – Was sagt eigentlich Schweinsteiger dazu?

in What The Fuck/Wirtschaft by

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In China stehen Chancen vor Persönlichkeitsrechten, auch das macht dieses Land wirtschaftlich so erfolgreich. Die chinesische Spielwarenhersteller DID wird aktuell beschuldigt seine Figur WWII German Army Supply Duty Bastian ohne Lizenz mit dem Gesicht von Bastian Schweinsteiger auszuliefern. Ein Sprecher des Unternehmens findet: Infame Unterstellung! Hier die Aufklärung:

„Wir bieten keine Figur an, die auf einem Fußballspieler basiert.“ Dass die Figur „Bastian“ wie Schweinsteiger aussieht, sei reiner Zufall. Chan weiter: „Die Figur basiert auf dem typischen Deutschen. Wir glauben, dass alle Deutschen so aussehen.“

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Schweinsteigers Management will sich der Sache annehmen.

via kfmw

Scheiß Kohle – BILD, Adblock Plus und warum Blogger bald wieder Burger wenden könnten

in Wirtschaft by

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Die BILD ist ein ekelhaftes, abgrundtief schlechtes Organ, das mit perfiden und bösartigen Mitteln Menschen schadet respektive gegeneinander aufhetzt und das alles nur für Kohle. Wer da arbeitet hat seine Seele verkauft, um eine unfassbar miese Type von Medium mit seiner Lebensenergie zu füttern und sollte es einen Himmel geben, werden aktuelle oder ehemalige BILD-Redakteure den nie von innen sehen. Aber dass bild.de seit gestern Nutzer von Adblock Plus aussperrt, finden wir mindestens interessant.

Denn leider sind die Eyeo GmbH, das Unternehmen hinter Adblock Plus, und Springer Brüder im Geiste. Zumindest was die magische Anziehungskraft des Geldes angeht. Der geschätzte Sascha Pallenberg hat das Geschäftsmodell der Werbeblocker aus Köln schön öfter seziert, am Anfang stand dabei die Frage, die eigentlich immer zuerst gestellt werden muss: Womit verdienen die eigentlich ihr Geld? Die Antwort: Mit Werbung. Google, Microsoft, Amazon und diverse andere von den “Großen” haben das Angebot dankend angenommen, gegen eine kleine “Gebühr” auf die Liste der akzeptablen Werbung aufgenommen zu werden, die Adblock Plus kulant durchwinkt. Auf dieser Whitelist werden alle Seiten aufgeführt, deren Werbung die Adblock Community für akzeptabel hält. Na ja, und eben diejenigen, die sich in die Liste gekauft haben. Mit dieser “Gebühr”, auf die wir später noch zu sprechen kommen, soll der Laden irgendwie am Laufen gehalten werden. Open Source und so.

Und das kam so: Bis 2011 hatte Adblock Plus komplett jede Werbung geblockt und behandelte damit wenigstens alle gleich. Nachdem sich Millionen von Menschen das Plugin installierten, wurde per Update die Whitelist eingeführt und ab da ging’s an die Fleischtöpfe. Das Unternehmen bestätigte 2013, dass 10 Prozent aller als akzeptabel eingestuften Werbetreibenden dafür zahlen.

Adblock Plus ist somit nicht unbedingt ein gemeinnütziger Verein, sondern ein waschechtes Unternehmen, das atemberaubend gut läuft. Setzt Euch für die nächste Info ruhig mal hin. Der Financial Times bestätigte Eyeo, man verlange von den fürs Whitelisting zahlenden Unternehmen eine Gebühr von ca. 30 Prozent des Umsatzes, den diese ohne geblockte Werbung gemacht hätten. Das waren im Falle von Google geschätzte 887 Millionen im Jahr 2012 also gut 266 Millionen Dollar “Gebühr” für Eyeo. Es ist daher zwar total lieb, dass seit gestern so viele Spenden aus Deutschland bei den Kölnern eingehen, aber keine Sorge: Die kommen schon klar. Die Spendenaufrufe alle Nase lang darf man als PR-Tool für das Underground-Appeal verstehen.

Warum beschäftigen wir uns eigentlich damit? Wir leben wie andere Blogs auch von Umfeld-Werbung und haben so ein bisschen das Gefühl, bei dem Tauziehen um die Werbemillionen die Arschkarte zu ziehen. Die Werbung auf Blogs und kleineren Online-Magazinen wird schließlich auch geblockt. Und wenn auf Twitter gerade Adblock Plus als Rettung des Internets gefeiert wird, dann tröten wir in den Wogen der Begeisterung in unsere Trillerpfeifen und rufen um Hilfe. Wir sind bei aller Kritik davon überzeugt, dass es Eyeo nicht auf die paar Piepen von Blogs abgesehen hat, aber um an die Kohle der großen Player zu kommen, können die auf uns keine Rücksicht nehmen. Daher bitte nie vergessen: Bei Google, Amazon, aber auch bei Springer geht’s um knallharte wirtschaftliche Kennzahlen und Shareholder-Interessen. Bei Blogs geht’s um Bier und Miete.

Conclusion

Das Geile am Internet war doch bislang, dass alles immer irgendwie gratis war. Das Ganze war wie eine Party, bei der wir alle für umme unseren Spaß haben und am Ende kommt irgendein Unternehmen und zahlt alle Rechnungen. Für uns kann die Werbung gerne an den gelernten Banner-Reservaten, auf die eh keine Sau achtet, vor sich hin blinken. Viel nerviger fänden wir’s, wenn jetzt jedes Medium mit Pop-Ups auf unseren Tränendrüsen rumhüpft von wegen guter Journalismus hat seinen Preis, spendet doch bitte was – oder gleich werbefreie aber kostenpflichtige Premium-Abos. Viel schlimmer noch wäre eine Flut von homöopathisch gekennzeichneten Advertorials, die kein Adblocker der Welt erkennen kann. Aber am allerschlimmsten wäre es, wenn geile Seiten einfach dicht machen, weil die Perspektive wegbricht, von seinem Hobby leben zu können. Fakt ist: Wenn die Wirtschaft unsere Party nicht mehr zahlt, dann zahlen wir selbst.

Und hier noch eine kleiner Schwank aus unserem Alltag: Neulich schrieb uns Leser Horst (Name geändert):

Hey Schleckys, könntet ihr bitte auf die ganzen eingebetteten Facebook-Videos verzichten. Die werden von meinem Adblocker nämlich gesperrt – das nervt tierisch. Ansonsten tolle Arbeit, weiter so.

Kacke, doch kein Monopol – Die Bahn verabschiedet sich vom Lieblingsreflex

in Wirtschaft by

Bahn: Wir müssen die Preise erhöhen. Jedes Jahr. Naturgesetz.Fernbus: Hup-Hup, Motherfucker.Bahn: o__O...

Posted by ARMES DEUTSCHLAND - Rayk Anders on Monday, September 14, 2015
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