DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Musik

Young Thug und ein genial gescheitertes Musikvideo

in Musik by

Young Thug hat aus der Zufälligkeit eine Kunstform gemacht. Manche seiner Songs entstehen dadurch, dass er kifft und Blech labert, während irgendeiner einen Rekorder mitlaufen lässt und später Autotune drüberbügelt. Mit dem Musikvideo zu Wyclef Jean überführt er diese künstlerische Herangehensweise meisterhaft in eine neue Dimension. Das verzweifelte Filmteam bekam statt eines Skripts völlig wirre Sprachnachrichten, ebenso lernte es schnell, dass Young Thug möglicherweise gar nicht zum Dreh erscheinen wird. Bis Co-Regisseur Ryan Staake entschied: Wir drehen die Scheiße jetzt irgendwie mit den Informationen, die wir haben. Das Ergebnis ist ein Geniestreich.


Danke Marco

Lustig: Springsteen-Coverband tritt bei Trump Inauguration auf

in Musik/What The Fuck by

Heute sind wir in Gedanken bei den armen Schweinen, die für die Amtseinführung von Donald Trump die Künstler ranschleppen müssen, die bei solchen Events üblicherweise auftreten. Wir könnten die Liste der No Names durchgehen, die bislang zugesagt haben, aber es reicht nur ein Name: Die B-Street Band. Die Bruce Springsteen Coverband aus New Jersey bereitet sich gerade auf den größten Gig ihrer Bandgeschichte vor und wir kringeln uns jetzt schon vor Lachen. Wobei die Stimmung bombig werden könnte. Die graumelierten Jungs haben laut Homepage nicht nur den Boss im Petto. Ebenso bringen sie den Saal mit schmissigen Disco-Nummern zum Kochen. Vielleicht hören wir sogar Boogie Wonderland von Earth, Wind And Fire.

Selections range from the legendary Roy Orbinson, Billy Joel, 70’s Disco, and Motown to Tom Petty and John Mellencamp.

Ficken für den Frieden – Das Imagine unserer Zeit

in Musik by

Jede Generation hat ihre Friedenshymnen und dass 2017 das Lied für den Frieden mal wieder Hochkonjunktur haben dürfe, ist anzunehmen. Den Anfang macht Freund des Hauses Kazim Akboga. Sein “Ficken für den Frieden” ist nicht so verkopft wie John Lennons “Imagine” und weniger beliebig als Nicoles “Ein bisschen Frieden”, vor allem passt der Song perfekt in Zeiten einfacher Wahrheiten. Wir wünschen uns, dass er 2017 vor russischen, amerikanischen und türkischen Botschaften gesungen wird.

George Michael singt “Somebody To Love” – Ein Nachruf auf die Flamboyanz

in Musik by

E

s ist eines der schönsten Attribute und wird in Deutschland fast nie benutzt: flamboyant. Der Duden umschreibt Flamboyanz mit “flammend, geflammt, farbenprächtig, grellbunt”, der Popkultur-Freund sagt “freddie-mercury-mäßig”. Ein flamboyanter Künstler ist ein Freund der großen Geste und der raumgreifenden Erscheinung. Es sind nie nur Musiker, sondern in unterschiedlichen Ausprägungsgraden Gesamtkunstwerke.

Mit George Michael ist nun nach Freddie Mercury, Prince und David Bowie Nummer vier der 5 großen Flamboyanten gegangen – wir sollten 2017 also auf keinen Fall Elton John live verpassen. Die Herren, die mit der Lautstärke einer startenden Boing 747 noch wunderschön singen können, werden auf jeden Fall seltener.

Deshalb und weil’s so schön ist, haben wir hier einen Clip, in dem Bowie, Michael und Mercury zumindest spirituell im gleichen Raum sind. Die Szenen stammen von den Proben eines Mercury-Tribute-Konzerts von 1992. Der Meister ist also bereits tot, aber sein “Somebody to Love” ist höchst zugegen. Bowie wird am Bühnenrand immer kleiner, weil Michael alle Beteiligten so überzeugend an die Wand singt, dass sich danach niemand mehr die Finger am Mikrofon verbrennen will. Seal steht neben Bowie und hat vergessen, wie man atmet. Eine Sternstunde der Flamboyanz.


via mashable

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