DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Literatur - page 5

Ein vollgemülltes Buch – Hellmuth Karasek rezensiert den IKEA Katalog

in Literatur/Werbung by

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Er hat an der Seite von Marcel Reich-Ranicki unzählige Bücher besprochen, verrissen oder kalt ignoriert, jetzt ist er zurück:Hellmuth Karasek nimmt sich ein Buch vor, das mit 220 Millionen Exemplaren weltweit bislang stets von der Kritik mit Nichtbeachtung bestraft wurde. Der Auftrag an Karasek: Keine Werbescheiße, mach’ einfach objektiv Deinen Job. Das Ergebnis ist besser, als es die Idee vermuten lässt.

Ich muss gestehen, ich liebe Bücher nicht so sehr, die sich altmodisch-aufdringlich mit einem “Du” an den Leser wenden.


via testspiel

Ich kann keine Wurstzipfel essen – Das Spleen24-Buch

in Literatur by


Vielleicht erinnern sich ja noch einige an unsere digitale Gruppentherapie namens Spleen24. Was ist daraus eigentlich geworden? Ein Buch ist daraus geworden. Über 7000 beknackte, komische und zutiefst menschliche Eigenarten wurden über das Kalenderjahr 2014 eingereicht und nach der Häufigkeit ihres Auftretens sortiert. Alles unter Wahrung der Anonymität der User. Jetzt gibt’s das Best-Of der bemerkenswertesten Spleens auf handlichen 336 Seiten. Wir sagen mal so: Mehr Klo-Literatur geht nicht. Wo auf Facebook gelogen wird, dass sich die Balken biegen, steht bei spleen24.tumblr.com noch der echte Mensch im Vordergrund, der dazu steht, an den eigenen Furzen zu riechen und noch immer das Monster unterm Bett vermutet. Hier eine kleine Leseprobe und besten Dank an Polygraph Design für die Gestaltung. Ach ja: Jetzt kaufen.

leseprobePROMO

Teenie Leaks – U-18 Martin Luther klärt uns über jung sein 2015 auf

in Genial/Literatur by

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Oh ja, ein wichtiges Buch. Geheimnisträger Paul Bühre hat da den spannendsten Enthüllungsroman geschrieben, der uns in den letzten Jahren unter die Monokel gekommen ist. Der Mann ist 15 und macht aus dieser Not eine Tugend, indem er schreibt, wie das so ist mit dem 15 sein. Mit der Lakonie eines Weltkriegsveteranen erklärt er ganz genau, warum aufs Handy glotzen das neue Fußballspielen ist und warum wir trotzdem nicht fürchten müssen, dass da eine Generation von Digital-Zombies für unsere Rente gerade stehen muss.

Das Buch mit dem tollen Titel “Teenie Leaks” hat viele Facetten, uns Internet-Hasen erster Stunde interessiert besonders, ob die Digital Natives Baujahr 2000 tatsächlich schon zu 51 Prozent Maschine sind. So bekommen wir unter anderem exklusive Einblicke in das moderne Baggern:

Was auch praktisch an Facebook ist: dass man damit ganz einfach mit dem Mädchen seiner Träu-
me in Kontakt kommen kann, selbst wenn man sich nicht wirklich kennt. Schnell eine Freund- 35 schaftsanfrage verschickt, mit einem Profilbild, das man vorher mit einem Tönungseffekt verschönert hat, und dann ganz unauffällig anfangen zu chatten.

Junge: »Hi.«
Mädchen: »Hi, kennen wir uns?«
J: »Jetzt schon, wie findest du Twilight?« M: »Edward!!!«
J: »Oder? Voll geil …«

Grundsätzlich liegt’s in der Natur der Sache, dass man mit 15 noch kein reflektiertes Bild seiner Generation zeichnen kann bzw. hätten wir in dem Alter Gang-Kriege zwischen Delmenhorst-Nord und Delmenhorst-Süd erstunken und erlogen. Aber Bühre schafft den literarischen Todes-Spagat, gleichzeitig sachlich zu berichten, ohne dabei altklug zu wirken. Ullstein als Verlag freut sich dabei über die einzigartige Zielgruppe: Das Buch sollte jeder gelesen haben, der mal jünger als 16 war. Klare Empfehlung. Empfehlenswert ist auch das Interview dazu von Hörbuch-Sprecher Julian Greis:


Danke Robert

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