DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Kunst - page 2

Peng! Kollektiv im Krieg mit der Waffenindustrie: ThyssenKrupp bekommt Preis für Sicherheit und Frieden

in Bildung/Boss-Move/Kunst by

Der Haken hat gesessen. Die Leute vom Peng! Kollektiv, selbsternannte Meister des zivilen Ungehorsams und Aktivisten für eine bessere Welt, haben wieder zugeschlagen. Und dieses Mal ging es um keinen geringeren Gegner als: die Waffenindustrie. Mit dem Ziel, ein eigenes Gesetz in den Bundestag zu schleusen, haben sie drei Aktionen gestartet, die Aufmerksamkeit erzeugen sollten. Zunächst stellten sie  mithilfe eines fiktiven CDU-Ortsverbandes aus NRW – ganz im Einklang mit den christlichen Werten der Union – die Forderung an Merkel, den Export von Kleinwaffen einzustellen. Es folgte eine Fake-Rückruf-Aktion für in die USA exportierte Waffen von Heckler & Koch, mit der Begründung, dass Waffenlieferungen in ein Land, das von Donald Trump regiert wird, nicht zu verantworten seien. Als hätten sie mit diesen Aktionen nicht schon genug Aufsehen erregt, nein – Als Krönung folgte dann noch eine Fake-Friedenspreis-Verleihung mit Schauspieler-Gästen für Waffenkonzerne, genau genommen für ThyssenKrupp Marine Systems. Und das Schönste: Der Senior Vice Präsident für Politik und Strategie, Christian Stuve, kam sogar. Und hat den Braten wohl erst gerochen, als plötzlich vom Art. 26 GG die Rede war.

Denn dieser besagt:

“(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

(2) Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.”

Dem ist aber ganz offensichtlich nicht so; wir versorgen die halbe Welt mit Waffen und es ist schier unmöglich, die Genehmigungspraxis nachzuvollziehen. Es geht halt mal wieder um die Kohle. Das Kollektiv hat deshalb Vorschläge zur Verbesserung des Kriegswaffenkontrollgesetzes gemacht, über die abgestimmt werden kann. Kriegt – höhö – die ganze Sache genug Wind, könnte sie zumindest auf den Schreibtisch von Abgeordneten landen – bestenfalls wird der Vorschlag im Bundestag diskutiert. Das wäre ziemlich geil, oder?

Wie dem auch sei – genug Text, hier das Video:

Wir sind uns nicht ganz sicher, ob die Youtuberinnen-Trend-Style-Parodie-Aufmache dem Ganzen nicht mehr schadet, als es Aufmerksamkeit verschafft. Vermutlich gilt hier einfach: Der Zweck heiligt die Mittel. Uns fiel es jedenfalls schwer, die erste Minute durchzuhalten. Aber es lohnt sich, versprochen. Vor allem das Lied, das bei der Preisverleihung gespielt wurde: “‘Cause every bullet hits a heart with the love that we provide” – Zucker!

Wir drücken jedenfalls die Daumen.

Danke, Philip

Gratis Tattoo-Korrekturservice für Nazi-Aussteiger

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Ein Crowdfunding-Projekt, das sich auch Deutschland gut machen würde. Bei Random Acts of Tattoo bekommen Ex-Nazis neue Tattoos – und zwar völlig kostenfrei. Die Initiatoren aus Baltimore denken groß: Das Ziel ist ein internationales Künstler-Netzwerk für den Service, der gleichzeitig auch vom künstlerischen Aspekt her überzeugt. Stichwort: Der Nazi als Leinwand.

Our goal was to help ex gang members in Baltimore cover their gang and racist tattoos so that they could get rid of the constant reminder of a past life.


via nerdcore

Lamborghini Gallardo zerkratzen – Die Kunstinstallation des Monats

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Kunst muss berühren. Doch die meisten Werke gehen den normalen Menschen am Arsch vorbei, während der Kenner die Berührung erprobt vortäuscht. Umso spannender ist die Arbeit “Low Key”, welche die Besucher des Aros Museum im dänischen Aarhus aufs emotionalste einbezieht. Der ausgestellte Lamborghini Gallardo darf und soll von den Besuchern zerkratzt werden, was unserem Kunstverständnis nach die Höchstpunktzahl einer Installation verdient.

The artist wants to show how the destructive actions of the individual contributes to a society, where the facade is slowly falling apart.


via langweiledich.net

Passive-Aggressive Art – Chaos-Mitbewohner zu Kunst erklären

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Heute gratulieren wir Justin Cousson zur charmantesten Mitbewohner-Erziehung seit Erfindung des Nutellaglas-Schlosses. Mit ein paar Kärtchen und Arbeitstiteln wird jede Bremsspur zur Installation, die uns alle zum Nachdenken anregt. Vor allem aber den Mitbewohner.

Based out of my home in Hollywood, CA, my passive-aggressive art gallery, which spotlights ignorance of basic responsibility and courtesy for others in shared spaces, has been thriving, although some critics don’t care for my emphasis on found pieces.


via interweb3000

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