DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

Category archive

Internes

Große Stoffe für kleine Bildschirme – Das Browser Ballett sucht Regisseure

in Internes by

Du hast immer von der großen Leinwand geträumt? Blöd. Aber für die ganz kleine Leinwand hätte das Browser Ballett vielleicht ein schönes Angebot: Wir arbeiten nämlich oft und gern mit externen Regisseuren und würden gerne noch mehr Exemplare dieser Art kennenlernen. Der Schwerpunkt liegt bekanntlich auf Comedy, wobei nicht selten der Witz in der betont dramatischen Inszenierung liegt. Als öffentlich-rechtliches Format bieten wir entgegen des Branchentrends Bezahlung für Deine Arbeit. Als wäre das nicht schon Argument genug, mal bei uns anzuklopfen, werden unsere Filme auch gesehen. Manchmal sogar von Millionen.

Die Bandbreite geht von Fake-Reportagen über Historienverfilmungen, bis hin zu Musikvideos. Drehort ist in der Regel Berlin, Drehzeit in der Regel ein Tag, alte Regie-Hasen freuen sich vielleicht über die Möglichkeit, ein schnelle Nummer zu schieben, die trotzdem ihr Publikum findet. Nach drei Staffeln und um die 200 Clips versprechen wir jede Menge Produktionserfahrung, mit der einiges möglich ist. Schickt uns einfach Eure bisherigen Arbeiten an jobs@steinbergersilberstein.com und schreibt gerne auch dazu, was Ihr immer schon mal machen wolltet, aber nie durftet.

Das Problem sind die Demokratie-Schwarzfahrer

in Internes by

Im Lichte vieler unappetitlicher Ereignisse, die mich und meine Familie ereilt haben, nachdem die AfD ihre Bodentruppen auf mich gehetzt hat, fand ich mich am Samstag auf meiner ersten Demo seit über 10 Jahren wieder. Der Unteilbar-Zug war mit Sicherheit für alle Beteiligten genau so überwältigend wie für mich, weil es eben keine Antifa-Veranstaltung war, sondern ein durchaus bürgerlicher Protest gegen Tendenzen, vor denen auch der Sofa-Demokrat nicht mehr die Augen verschließen kann. Aber es haben noch viele, viele Leute gefehlt, über die ich heute schreiben will: Die Schwarzfahrer. Dazu ein kleines Anekdötchen aus der vorvergangenen Woche.

OHNE FREIHEIT KEIN BUSINESS

Als ich zum ersten deutschen Unterhaltungskünstler seit 1945 wurde, der für einen Gag von einem offiziellen Parlamentarier „besucht“ wurde, stand mein Telefon logischerweise nicht still. Unter anderem meldete sich eine Redakteurin eines großen Nachrichten-Magazins und lud mich unter emotionalsten Demokratie-Schwüren in ihre Sendung ein. Ich sagte zu und gab zu Protokoll, dass ich von Hamburg aus anreise, weil ich am selben Tag bereits meine Sicht der Dinge bei Markus Lanz präsentieren durfte. Ein paar Stunden später ließ mich die Redakteurin kleinlaut wissen, die Einladung habe sich erübrigt, weil die Story für den Sender nur im Rahmen einer Exklusivberichterstattung interessant war. Kurz: Das ganze Wir-müssen-das-der-Welt-erzählen aus dem ersten Gespräch war nichts anderes als ein Business-Move. Oder noch kürzer: Aktuell ist bei vielen das Business wichtiger als die Zukunft.

DIE VERMEINTLICHE GRATIS-STAATSFORM DEMOKRATIE

In der Folge dachte ich immer wieder an den Begriff Demokratie-Schwarzfahrer und würde ihn gerne im Sprachgebrauch etablieren. Denn das Problem ist gar nicht die AfD. Viel gefährlicher sind die Demokratie-Schmarotzer, denen das eigene Business oder die eigene Bequemlichkeit viel wichtiger ist als die Zukunft ihrer Kinder. Von diesen Personen habe ich in den letzten Wochen erschreckend viele kennengelernt und darüber ein gutes Gefühl bekommen, wie das „damals“ alles passieren konnte. Stefan Zweig, Hannah Arendt und unzählige andere haben sich bereits die Finger darüber wund geschrieben, dass nicht die eigentlichen Nazis die Welt ins Chaos gestürzt haben, sondern diejenigen, die sie an die Macht gefaulenzt haben. Diese Leute waren und sind Schwarzfahrer, die sich schön um ihren eigenen Scheiß kümmern und andere für ihre Freiheit kämpfen lassen. Leute, die alles mitnehmen, was ihnen andere erkämpft haben, als wäre die Demokratie eine werbefinanzierte Gratis-Staatsform.

WAS HABE ICH EIGENTLICH HEUTE FÜR MEINE FREIHEIT GEMACHT?

Das klingt zunächst ehrenrührig. Diese Menschen „machen ja eigentlich nichts“ – und auf den ersten Blick schon gar nichts Falsches. Aber sie machen eben auch nicht mit. Oder noch schlimmer: Sie glauben, Dinge ziemlich besorgniserregend zu finden, sei schon irgendeine Form von Beitrag. Ich befürchte Dreiviertel aller Deutschen können sich Abends nicht die Frage beantworten „Was habe ich eigentlich heute für meine Freiheit gemacht?“.

VERSCHWENDE DEINEN SAMSTAG

Die 250.000 Teilnehmer, die am Samstag vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor marschiert sind, haben immerhin ihre Zeit geopfert und einen der letzten fantastischen Sonnen-Samstage des Jahres sausen lassen. Das ist nicht viel, aber ein messbares Opfer. Und das reicht schon. Niemand muss seinen Job an den Nagel hängen und ab jetzt 24/7 Jugendliche aus Sachsen in Exit-Programme quatschen. Es reicht völlig aus, ein bisschen zu tun. Aber das muss dann auch wirklich getan und nicht nur angekündigt werden.

WIE FUNKTIONIERT EIGENTLICH EIN OPFER?

Ich habe hier schon häufiger von der Illusion gesprochen, sich über einen vielfach geteilten Social-Media-Post als Demokratie-Kämpfer zu fühlen. Das ist für mich deshalb nichts wert, weil die konkrete Opfergabe fehlt. Es kostet nichts, von der Badewanne aus einen pointierten Tweet gegen rechts zu versenden. Meine neue Faustformel in der Sache lautet: Wenn es mich spürbar etwas kostet – Zeit, Energie, Geld – dann ist mein Beitrag auch etwas wert. Im Umkehrschluss darf jeder besten Gewissens ins Bett gehen, der sich das Leben für die richtige Sache etwas unbequemer gemacht hat, oder bewusst der Bequemlichkeit aus dem Weg gegangen ist.

WIR HABEN ALLE VIEL ZU TUN

Aber es gibt immer noch zu viele Demokratie-Schwarzfahrer, die andere die Opfer bringen lassen. Das macht keiner absichtlich, deshalb ist es ja so gefährlich. Wir haben alle viel zu tun und jeder hat seinen eigenen Struggle, aber wer jetzt nicht ein bisschen Zeit, Energie, oder Geld abstellt, um seine Freiheit zu sichern, der hat vielleicht in ein paar Jahren viel größere Probleme. Meine Medien-Kollegen kennen alle den garantierten Mehraufwand, wenn sie in ihrer Arbeit die AfD thematisieren. In der Regel empfangen sie wenig später eine Mail, in welcher die Adresse der KITA ihrer Kinder genannt wird. Das passiert jeden Tag, liebe Schwarzfahrer.

KÄMPFT NICHT GEGEN DIE AFD

Was will der Autor sagen? Kämpft nicht gegen die AfD. Die machen ihr Ding und bleiben in der Sache unbeirrt. Kämpft lieber gegen die Schwarzfahrer, die jeden Tag die Freiheit mitnehmen, ohne selbst etwas zu geben. Ich will doch auch auch nur meine Ruhe. Aber jetzt faul zu sein, verspricht einen unvorstellbaren Aufwand in ein paar Jahren. Oder seht’s mal so: Die Demokratie in Deutschland wird zum ersten Mal seit 1945 wieder in Frage gestellt. Niemand von Euch will als Teil einer Volltrottel-Generation in die Geschichtsbücher eingehen.

Arbeiten beim Browser Ballett – Es gibt schlechtere Jobs

in Internes by

Arbeit ist scheiße. Es sei denn, sie macht Spaß. Die Steinberger Silberstein GmbH produziert unter anderem das Browser Ballett, vielleicht sogar demnächst mit Euch. Wir suchen in fast allen Spezialgebieten der modernen Unterhaltung frische Fachkräfte, weiter unten findet Ihr alle zu besetzenden Positionen. Ganz besonders wichtig sind neue Autoren und Autorinnen und wer sich jetzt nicht angesprochen fühlt: Jeder Mensch ist Autor! Ob er damit bereits Geld verdient hat oder nicht. Also bitte keine Scheu und schön weiterlesen.

Beim Browser Ballett haben bislang immer Quereinsteiger den Autorentisch gewärmt. Wenn Du also immer schon der Klassen-Clown oder Klassen-Psychopath warst, oder Dir in der Werbebranche die Füße einschlafen, dann könnte hier im schönen Berlin-Schöneberg eine Aufgabe auf Dich warten. Menschen, die bereits als professionelle Comedy Autoren gearbeitet haben, sind natürlich auch herzlich Willkommen, aber gerade bei branchenfernen Personen gibt es eine gewaltige Unsicherheit darüber, wie man überhaupt in die Branche reinkommt. Das ist ganz einfach:

Für den berühmten Fuß in der Tür reicht die Bewältigung weniger Aufgaben. Folgende Test-Aufgaben helfen uns ein wenig dabei, in Eure Köpfe zu schauen. Ihr habt dazu wenig Zeit, was gut ist, denn nichts macht kreativer als wenig Zeit. Bis kommenden Mittwoch (20.06.) nehmen wir Bewerbungen unter jobs@steinbergersilberstein.com an. Viel Erfolg und bis hoffentlich bald.

AUFGABE EINS – NETFLIX ÜBERHÄUFT UNS MIT GELD

Es ist passiert: Endlich dürfen wir auch mal eine fette Serie schreiben. Netflix hat angerufen und gesagt, sie wollen was Originelles. Bitte schicke uns zwei kurze Serienbeschreibungen, die unbedingt gemacht werden müssen. Pro Beschreibung maximal 5 Sätze. Beispiel: In Deutschland ist die Zombie-Apokalypse ausgebrochen. Doch die Zombies haben eine Alkoholunverträglichkeit und greifen nur Menschen an, die keinen Tropfen Alkohol im Blut haben. Alle müssen also permanent besoffen sein, sich um den Rohstoff streiten und auch noch diesen Zombies ausweichen.

AUFGABE ZWEI – INTERACTIVE STORYTELLING

Schlecky nervt schon wieder rum: Hört mit den blöden Sketches auf. Ich will endlich mal wieder ein Game haben! Jetzt ist Deine Chance. Schreibe Deine Idee zu einem Satire-Game auf. Plattform: PS4. Maximal 6 Sätze. (Mehr Ideen sind erlaubt, aber kein Muss)

AUFGABE DREI – DER TAGESAKTUELLE GAG

Da wir keinen festen Sendeplatz haben, können wir irgendetwas aus Medien, Politik und Kultur aufgreifen und sofort einen Sketch dazu drehen. Meistens durchforsten wir dazu Nachrichten, finden einen Aufhänger und formulieren die Clip-Idee dazu in maximal fünf Sätzen. Such Dir bitte zwei Nachrichten (mit Link) zu denen Du jeweils eine Clip-Idee notierst.

AUFGABE VIER – DAS ANSCHREIBEN

Warum sollen wir Dich einladen?

Außerdem suchen wir:

Die dürfen das: Die mächtigste Satire-Redaktion der Welt

in Internes by

bildschirmfoto-2016-10-14-um-14-27-38

bildschirmfoto-2016-10-14-um-14-25-20

Von Rassismus, über Sexismus bis hin zum Antisemitismus wurde uns schon alles vorgeworfen, was mit -ismus endet. Als öffentlich-rechtliches Neu-Organ mussten wir da radikal einlenken und haben unsere Redaktion komplett umgebaut. Denn die Frage ist nicht “Was darf Satire?”, sondern “Wer darf Satire?”

Bohemian Browser Ballett sucht Autoren (m/w) – Jetzt GEZ-Kohle abgreifen

in Internes by

Lange wurde gerätselt, was das Bohemian Browser Ballett ist, vielen war’s auch wurscht. Auf jeden Fall ist der offizielle Komödien-Kanal von Schlecky Silberstein jetzt auch offiziell offiziell und bezahlt wird das Ganze von Euren Gebühren. Als Teil des neuen öffentlich-rechtlichen Jugendangebots namens Funk gibt’s da jede Woche Eigenproduktionen zwischen stumpf und spitz, wobei “Jugend” in unsere Fall bedeutet: 24 – 29 Jahre.

Checkt es aus, lasst’n Daumen da, kauft alles in der Videobeschreibung, aber ganz wichtig ist: Helft mit. Wir sind aktuell zweieinhalb Autoren für zwei Clips pro Woche, das heißt: Wir essen im Stehen und schlafen beim Kacken. Hier passen für eine seriöse Begleitung des tagesaktuellen Geschehens noch locker zwei Autoren rein – bezahlt aus den fetten Fleischtöpfen der deutschen Zwangsgebühren. Comedy Autor ist kein Ausbildungsberuf, das kann – wie man bei uns sieht – im Grunde jeder.

Wenn Du zum Beispiel Werbetexter bist, dann überlege Dir genau, ob Du bis ans Ende Deines jämmerlichen Lebens beschissene Dachkampagnen für angstneurotische Marketing-Flitzpiepen entwickeln willst. Oder anders gesagt: Wir können Dich da rausholen. Du kannst aber auch Verwaltungswirt, Busfahrer, oder plain und ehrlich Hartzer sein. Wenn Du uns zum Lachen bringst, dann hast Du den Job. Beantworte einfach folgende drei Fragen:

– Was ist Dein erster Tweet, sobald Du erfährst, dass die CDU Horst Seehofer als als nächsten Bundeskanzler unterstützt?
– Welches selbst entwickelte und für maximal 100 EUR produzierte Content-Stück teilst Du über Facebook, wenn Apple bei der nächsten Keynote das MacBook Pro ohne physische Schnittstellen präsentiert (Bluetooth only)?
– Welchen Video-Content schreibst Du zur Nachricht: SPD schlägt Klaus Wowereit als Bundespräsident vor?

Wenn Du was hast, gerne noch Arbeitsproben mitschicken: schlecky@turbokultur.com – hier ein paar von uns:

1 2 3 8
Go to Top