DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Drogengebrauch

Vaper sind die neuen Veganer – Eine Polemik

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Strawberry-Ingwer, Macadamia-Gummibärchen, Cola-Calamares, man läuft dieser Tage durch unterschiedliche Aroma-Schwaden aus den Lungen von Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen. Vaporizer und E-Zigaretten sind auf dem Siegeszug und doch wirken sie im Stadtbild wie eine real gewordene Vision aus einer Zukunfts-Parodie aus den Achtzigern.

Menschen kauern an Flughäfen über ein 0,5-Meter-Mikro-USB-Kabel mit einer Steckdose verbunden und saugen an einem blinkenden Kolben aus gebürsteten Aluminium. Dieser Text soll keine Eloge auf die gute alte Zigarette werden. Und doch steht es außer Frage, dass die Zigarette ihrem Nutzer mehr Würde verlieh als ein Vaporizer mit dem Namen Velociraptor GTX Vapeman.

Die Zigarette macht tot, deshalb raucht man sie. Daher kommt die Gefahr, das Verruchte und der Shortcut zum Erwachsenwerden. Es ist gleichzeitig auch die dümmste Alltagsdroge der Welt und wer raucht, jagt nicht nur ein teuflisch hohes Krebsrisiko, er lässt sich auch von der Industrie nach Strich und Faden verarschen.

Aber Hand aufs Herz: Kann sich jemand James Dean oder Helmut Schmidt mit Vaporizer vorstellen? Ich auch nicht. Die Zigarette war und ist das dümmste Lifestyleprodukt aller Zeiten, aber immerhin ein Lifestyleprodukt. Denn das ist der Unterschied: Eine E-Zigarette oder ein Verdampfer ist kein Lifestyleprodukt. Es funktioniert einfach nicht. Nicht mal Werbemillionen können die Dinger dazu machen.

Man glaubt den Testimonials auf den Plakaten nicht für fünf Sekunden, dass sie je eine E-Zigarette anrühren würden. Vielmehr wirkt es auf den Betrachter unfassbar befremdlich einen vermeintlich belesenen, weltgewandten Herren im Dreitagebart mit einer E-Zigarette zu sehen. Man möchte dem Modell zurufen: Bist Du blöd? Warum rauchst auf einmal E-Zigaretten? Und warum ist da keine Berufsschule im Hintergrund? Solche Motive kennt man üblicherweise aus der Kunst, wenn es darum geht, den Betrachter bewusst zu verwirren.

Mir suggeriert die E-Zigarette, dass da jemand nicht so richtig weiß, was er will. Solche Leute haben immer einen akkurat rasierten Intimbereich und stellen Deko-Objekte auf sämtliche Freiflächen in ihrer Wohnung. Sie wechseln ihre Meinungen überdurchschnittlich häufig und genießen nichts leidenschaftlicher als sich über ihren Arbeitgeber aufzuregen, bei dem sie nie kündigen würden. Das ist nur meine persönliche Einschätzung, aber mein Gefühl sagt mir, damit nicht ganz allein zu sein. Nichts liegt mir ferner als irgendwen zu beleidigen. Ich will lieber dazu aufrufen, ganz mit dem Quarzen aufzuhören, oder gar nicht. Aber vapen ist keine Option. Außerdem sieht es extrem scheiße aus.

Neulich in Vancouver: Ein Taubennest aus Heroin-Spritzen

in Drogengebrauch/Tiere/What The Fuck by

Und dann waren das noch diese kanadischen Tauben, die sich in einer Baracke in Vancouver ein Nest aus Spritzen gebaut und ihre Eier darin abgelegt haben. Tauben halt.

As Vancouver grapples with the opioid crisis, a local police officer tweeted this poignant image: a clutch of pigeon eggs carefully laid in a nest of dirty needles. It was shared by Superintendent Michelle Davey of the Vancouver Police Department on Wednesday. According to the tweet, she spotted the scene in a single-occupancy hotel room in the city’s downtown eastside.


via interweb3000

Meme des Tages: Adolf auf Teilen

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Immer auf die Fresse, immer Vollgas, ein Leben für die Abfahrt. Der Führer war bekanntlich kein Kind von Traurigkeit was Disco-Drogen anging, nur leider gab’s im Dritten Reich noch keinen Techno. Vielleicht wäre der Welt einiges erspart geblieben. Aber das ist alles Spekulation. Wir bedanken uns beim unbekannten Filmer für das neue Meme namens: Berghain Adolf.

Adolf Hitler showing symptoms of amphetamine use


via iBleedorange

Ich bin AfD-süchtig und Ihr seid es vielleicht auch

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Meine erfolgreichsten Artikel der letzten Monate haben sich um die AfD im Speziellen und um Rechtspopulisten im Allgemeinen gedreht. Für nichts gibt’s mehr Like, Shares und soziale Bestätigung und am Ende klingelt’s auch noch in der Kasse. Je häufiger ein Artikel aufgerufen wird, umso häufiger werden die Werbebanner geladen. Es klingt pervers, aber meine emotionale und wirtschaftliche Zufriedenheit ist eng mit der AfD verwoben. Spätestens hier erkennt der Suchtexperte: Silberstein, Du brauchst Hilfe. Denn mein Gehirn hat gelernt: AfD-Content ist gut für mich. Wann immer Petry, Höcke, Gauland eine Provokation raushauen, wird das Belohnungssystem meines Gehirns getriggert – das süße Dopamin macht sich auf den Weg und sagt der Großhirnrinde: Empöre Dich jetzt, dann kommt das schöne Gefühl zurück.

Das Gefährliche ist dabei die vermeintliche Rechtschaffenheit: Anders als Alkohol und Zigaretten schadet uns die Empörung über Rechtspopulisten nicht unmittelbar körperlich. Vielmehr ist es en vogue und schafft jedem von uns ein Profil des Anstands. Aufstehen, laut sein, Gegenrede wird als engagierter Akt des politischen Widerstands gefeiert. Was soll daran falsch sein? Gar nichts. Aber es verschafft der AfD maximale Aufmerksamkeit. Denn so tragisch es klingt: Rechtspopulisten haben längst gelernt, unsere sozialen Reflexe, aber auch unsere Eitelkeit gegen uns auszuspielen. Die Medien, zu denen ich auch gehöre, spielen dabei leider die erbärmlichste Rolle. Jeder weiß, dass man Rechtspopulisten stärkt, wenn man sie auf die Titelseiten holt. Doch am Ende siegt die Gier nach Anerkennung, Schulterklopfern und Werbekohle. Auch hier begegnen wir einem klassischen Symptom der Drogensucht: Die komplette Ausblendung der Zukunft. Wo Rechtspopulisten regieren, wird ausnahmslos die Presse beschnitten. Wer sich heute der Empörung hingibt, kann schon morgen mit einem Berufsverbot belegt werden. Aber so denkt der Süchtige nicht.

Long story short: Auf schleckysilberstein.com wird es bis zur Bundestagswahl keine Artikel über die AfD geben. Das ist ein kalter Entzug, der sauschwer wird, aber vielleicht helfen mir die Leser dabei. Sollte ich schwach werden, nagelt mich über die Kommentare an die Wand. Jetzt gerade ist der Zeitpunkt perfekt, weil Gottkanzler Schulz die AfD auf unter 10 Prozent gedrückt hat. Ich persönlich wäre richtig stolz darauf, Deutscher zu sein, wenn Rechtspopulisten in Deutschland nicht über die 10 kommen. In diesem Sinne: Wünscht mir Kraft und schließt Euch gern an. Hier mein letzter Beitrag über die AfD:

Der Weed-Blumenstrauss – Fleurop für Kiffer

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Die Legalisierung von Cannabis hat Kalifornien wider erwarten nicht zu einem Zombie-Bundesstaat voller Junkies verwandelt. Stattdessen boomt die Wirtschaft. Jetzt haben die Hanf-Farmer von Lowell Herb so etwas wie Fleurop mit Weed ausprobiert. Das Bouquet zum Rauchen sieht schön aus und ist als Zustellung für uendliche viele Gelegenheiten anwendbar: Geburtstag, Beförderung, aber auch Trauer und Krankheit. Tolle Idee.


via nerdcore

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