DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

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Warum kein Weg am Häuser besetzen vorbei führt

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Ich gratuliere ausdrücklichst den feinen Menschen der #besetzen Kampagne, die gestern hoffentlich einen neuen Megatrend losgetreten haben. Das Besetzen von Häusern als Zeichen des zivilen Ungehorsams hatte in Deutschland schon Tradition, da gab es noch gar keine völlig wirkungslose Mietpreisbremse. Den konservativen Kreisen, die sich darüber empören, dass gestern in Kreuzberg und Neukölln Häuser besetzt wurden, kann man nur sagen: Was wollt Ihr tun? Das Thema ist jetzt auf der Agenda und anscheinend braucht es besetzte Häuser, damit wir intensiver über eines der größten Probleme Deutschlands sprechen. Die Mieten sind zu hoch.

Rente, Sicherheit und Flüchtlinge.

Es gibt für die Politik keinen Grund etwas daran zu ändern, weil dieses Land von Alten regiert wird. Und Alte haben nur drei Themen: Rente, Sicherheit und Flüchtlinge. Für gewöhnlich sind es auch eher die Alten, die über Immobilien verfügen, ein Politiker wäre also völlig geisteskrank, es sich mit der zahlenmäßig größten Wählergruppe zu verscherzen. Und wo Politik versagt, muss ziviler Ungehorsam her. Die Tatsache, dass wir jetzt über diese dramatischen Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt reden, belegt doch nur, wie absolut notwendig und richtig die Besetzungen waren.

Alles richtig gemacht

Wir sollten nichts dagegen tun, wir sollten Menschen ermutigen, Häuser zu besetzen. Wir sollten sie feiern und für ihre Gerichtskosten zusammenlegen. Denn diese Leute sorgen dafür, dass die Politik wieder ein wenig aus den Ärschen der Alten herauskriechen und sich mit dem Problem befassen muss. Aktuell gilt die Faustformel: Je mehr Häuser besetzt sind, desto intensiver reden wir über bezahlbaren Wohnraum. In meinen Augen gibt es momentan also kaum etwas Richtigeres als ein Haus zu besetzen. Den interaktiven Leerstandsmelder findet Ihr hier. Praktische Tipps zum Häuserbesetzen gibt’s direkt bei besetzen.noblogs.org

Oder kurz: Die Besetzer sind Symptom. Das Problem sind die, die nichts gegen explodierende Mieten unternehmen.

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Franziska Giffey gegen die alten Herren – Endlich sägt jemand an diesem Abtreibungsgesetz

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6000 Euro Strafe wurden vergangenen November fällig, als die Gießener Ärztin Kristina Hänel auf ihrer Website erwähnte, auch Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Das gilt in Deutschland als als Werbung zur Abtreibung und ist durch den Abtreibungsparagrafen 219a verboten. Dieses Gesetz ist ein Kniefall vor den Horst Seehofers dieses Landes: Alte, fremdgehende Männer, die Frauen zu Mörderinnen erklären, nur weil diese über ihren eigenen Körper entscheiden wollen. Ein Symbol-Paragraf für die seichten Gemüter, die nicht wahr haben wollen, dass ausgerechnet sie sterben werden und sich deshalb an den Lieben Gott klammern. Religion als Herrschaftsinstrument gehört eigentlich in die Zeit der Hexenverfolgung, aber immer wieder landen Initiativen aus dem 16. Jahrhundert in aktuellen Gesetzestexten.

Die geschätzte Franziska Giffey hat sich endlich getraut, dieses Sakrileg in Frage zu stellen und fordert eine Neuregelung. Union und Kirchen sind dagegen, weil Frauen für beide Organisationen in erster Linie Brutkästen sind, die sich maximal etwas dazuverdienen dürfen, um zu kompensieren, was der Gatte in den Puff trägt. Sollte der Paragraf gekippt werden, wäre das eine kleine Sensation, mit der Deutschland einen wichtigen Schritt Richtung moderne Industrienation macht. Ich bedanke mich bei Franziska Giffey für den stabilen Impuls. Unterdessen betet Markus Söder fünf Ave Maria, um sich von der Schuld reinzuwaschen, mal wieder zu lange auf PornHub gesurft zu haben. Oder um Giffey zu zitieren:

Frauen, die ungewollt schwanger sind, befinden sich in einer Ausnahmesituation. Es ist eine der schwierigsten Entscheidungen des Lebens, dann zu entscheiden, das Kind zu bekommen oder nicht. In einer solchen Situation brauchen Frauen Information, Beratung und Unterstützung. Und sie brauchen Ärztinnen und Ärzte, die nicht unter dem Generalverdacht stehen, kriminell zu handeln und sich strafbar zu machen.

Der alte Trick mit dem Mantel – Ins Kino für die Hälfte kommen

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Alle wollen Black Panther sehen, nur haben nicht alle die Mittel. Hilft nur einer der ältesten Agententricks. Einziger Wermutstropfen: Irgendwie hat der Kino-Manager den Braten gerochen und die Jungs nach Hause geschickt. Wie auch immer der Mann das gecheckt hat.


via mashable

Not Heidis Girls – Hamburger Schülerinnen singen gegen Germany’s Next Topmodel

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Bei Schüler-Musikvideos, die im Internet landen erwartet man ja immer das Schlimmste. Aber bei der Anti-GMNT-Hymne Not Heidis Girl war mit Regisseurin Lara-Maria Wichels ein Profi am Werk, entsprechend ballert die Kiste und sagt das Richtige: Kein Mensch braucht überzüchtete Instagram-Pomeranzen, echte Frauen sehen in der Regel anders aus. Mit besten Empfehlungen.

Lynne und ihre Freund*innen sind sauer! Sie haben nämlich keinen Bock mehr auf den Beautystress und das Bodyshaming, das ab heute wieder von Germany’s Next Topmodel in die Welt getragen wird. Deswegen haben sie sich zusammengetan und gemeinsam mit mir und Pinkstinks eine Kampagne gegen Heidi Klum und ihre Horrorshow gestartet.


via schleckys Lieblings-Blog fernsehersatz

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