Cuphead – Die beste Grafik des Jahres braucht keine teure Grafikkarte

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Ich freue mich wie ein Kind über den Erfolg des 2D-Shooters Cuphead: Das Game von Studio MDHR wurde in wenigen Wochen eine Million mal verkauft, nicht obwohl es so anders ist, sondern weil es so anders ist. Vor allem aber zeigt es, was Art Direktion bedeutet. Ein guter Art Direktor gibt einem Game einen unverwechselbaren Look. Der Wert eines Looks ist aber noch lange nicht bei allen Game Studios angekommen. Zu viele versuchen sich in 3D-Orgien mit wackeligem Fotorealismus, was am Ende nur die Grafikkarten-Hersteller freut. Cuphead sieht auf einer alten älteren Grafikkarte besser aus als Call of Duty: WWII auf einem NASA-Rechner mit allen Details auf 100 Prozent. Und deshalb könnte Cuphead auch auf dem Nintendo Switch verkauft werden (was aus vertraglichen Gründen leider nicht passieren wird).

Punkt 2: Die effektive Spieldauer von Cuphead beträgt ca. 10 Stunden. Prima! Wer hat denn eigentlich gesagt, ein Game müsse wie Shadow of Mordor mit fast 100 GB kommen und das Leben seiner Spieler komplett absorbieren? Ich warte auf das erste Game, dessen Spielstand man vererben muss. Ohne ein zu großes Fass öffnen zu wollen: In Südkorea sind die Kliniken voll von Menschen, die von einem Game in die Abhängigkeit gerissen wurden. Nicht nur deshalb gibt es viele Leute, die gewisse Titel gar nicht erst anrühren, weil man ja noch ein Real Life durchspielen möchte. Kurz: Mein Spiel des Jahre heißt Cuphead. 11 von 10 Punkte.

Alles, wirklich alles in diesem Game wurde mit äußerster Liebe zum Detail gemacht. Zieht Euch diesen Bossfight rein und Ihr wisst Bescheid:

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