The Evolution of Trust: Ein kleines Browsergame erklärt die Welt

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Man hört’s ja ständig: Die Leute werden immer misstrauischer. Ob’s denn stimmt, oder nicht: Es gibt eine Menge Theorien darüber, warum das so ist. Ganz vorne stehen natürlich die großen Schlagworte wie Kapitalismus, Habgier, Unsicherheit, Ungleichheit, Informationsflut und wie sie alle heißen. Am Ende steht aber doch immer die Angst, weniger zu haben als der jeweils andere; dass man benachteiligt wird. Dumm nur, dass diese Angst auch das eigene Verhalten beeinflussen kann. Und damit dann auch das derjenigen, mit denen man interagiert. Und, dass deren Reaktionen wiederum Einfluss auf die eigene Einstellung haben… sodass wir auf diese Weise letztlich ein System prägen, das dann wiederum uns prägt.

Dieses Problems hat sich Nick Case in einem, wie wir finden, ziemlich gelungenem kleinen Online-Game angenommen. Er erklärt mithilfe der Spieltheorie am Beispiel des Prisoner’s Dilemmas, wie sich Ver- bzw. Misstrauen verselbstständigen kann. Was am Anfang ganz banal beginnt, wird schnell zu einem komplexen Prozess: In Abhängigkeit der Anzahl der unterschiedlichen Charaktere, die am Spiel teilnehmen, deren Art, Entscheidungen zu treffen, der Größe des potentiellen Gewinns, der Missverständnisrate und der Anzahl von Interaktionen, die sie miteinander haben, kommen vollkommen unterschiedliche Ergebnisse heraus. Spielenswert!

Nick macht übrigens auch sonst noch sehr geilen Scheiß – ideal für solche grauen Sommertage.

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