Gesichtserkennungstest am Südkreuz in Berlin: Passanten tarnen sich

in Bildung by

Seit dem ersten August testet die Bundespolizei automatische Gesichtserkennung am Südkreuz. 300 Leute haben sich dazu bereiterklärt, am Test teilzunehmen und mit einem Transponder ausgestattet rumzulaufen, der aufzeichnet, wie oft sie den Bahnhof im Laufe der Testzeit betreten oder verlassen. So kann die Erfolgsquote der Gesichtserkennung berechnet werden. Berlin wäre aber nicht Berlin, wenn sich einige Leute, die nichts mit dem Test zu tun haben wollen, nicht gefallen lassen würden: Man trägt Sonnenbrille, Maske, Zeitung, Hut, Leopardenmütze oder Perücke. Könnte so die Zukunft aussehen?

Mittlerweile wird diskutiert, ob der Versuch abgebrochen werden soll, weil ihm möglicherweise die Rechtsgundlage fehlt. Denn die Transponder erfassen auch Umgebungstemperatur, Neigungswinkel und Beschleunigung und ermöglichen so die Erstellung eines detaillierten Bewegungsprofils, so der Verein Digitalcourage. Das Innenministerium dementiert den Vorwurf mit der Erklärung, dass die Teilnehmer dem Test freiwillig und unabhängig von der verwendeten Transportertechnik zugstimmt haben. Test hin oder her – wir werden einen Sack voll Nasenbrillen bestellen.

NEU IM BOHEMIAN BROWSER BALLETT