Die Mutter aller Gentrifizierer – Ein Prenzlberger macht ernst

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Ein Bezirk ist runtergerockt, die Mieten sind erschwinglich, chronisch arme Kulturschaffende richten sich ein, Kultur entsteht, der Bezirk floriert, Yuppies wollen mit Künstlern abhängen und ziehen zu, die Mieten passen sich der Kaufkraft der Yuppies an, Yuppies wollen abends in Ruhe schlafen, Yuppies klagen gegen Kulturschaffende, Kulturschaffende schließen ihre Läden und hauen ab.

Das ist Gentrifizierung. Der Prenzlauer Berg in Berlin gilt weitesgehend als durchgespielt im Sinne der Gentrifizierung, so haben Anwohner das legendäre Knaack per Richterbeschluss dazu verdonnert, die Mucke auf Zimmerlautstärke zu spielen – 2010 machte der Club logischerweise dicht. Der noch legendärere Klub der Republik schloss zwei Jahre später, damit war die Party eigentlich vorbei.

Aber es gibt immer noch einen Kämpfer oder eine Kampferin, der/die in eine Ausgehmeile zieht, um sich hinterher über den Lärm zu beschweren. Folgender Aushang im Umfeld der Kulturbrauerei gehört eigentlich ins Deutsche Historische Museum.


FOTO: Steffen Laube

Deshalb und nicht nur deshalb gilt: Degentrifizierung ernst nehmen.


via blogrebellen

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