Brief an den Fahrraddieb

in Musik/Skandal by

Langjährige Leser kennen unsere drei Grundwerte: Das Bekenntnis zur Freiheit, zu Holland sowie die Ablehnung von Religion und Fahrraddieben. Letzterer hatte vorvergangene Woche zugeschlagen und meine Klapperkiste gezockt. Für den alten Hobel kriegt man nicht mal eine halbe Spritze, deshalb habe ich mir ja extra etwas Unprätentiöses zugelegt. Das Rad war seit 2005 in meinem Besitz und ich kann sagen, ich habe es geliebt. Es war nicht schön, nicht schnell und hat sich auch eher scheiße Gefahren. Aber es war meines und man gewöhnte sich aneinander. Das Rad wurde etwas wie ich und ich wurde über die Jahre ein wenig wie das Rad. Die Tiefe einer solchen Beziehung kann kein Strauchdieb ermessen. Die Wut über den Verlust auch nicht. Ab heute werde ich mit den bescheidenen Mitteln meiner Reichweite einen Krieg führen, den ich nicht begonnen habe. Ich werde mich mit Unternehmen treffen, die sich mit dem Thema Fahrraddiebstahl auseinandersetzen, ich werde Politiker unter Druck setzen, ich werde mit Forensikern und Psychologen sprechen. Du, mein geliebtes Froschrad, bist nicht umsonst geklaut worden. Und alles beginnt mit diesem Song:

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