Ottoman Rhapsody – Ein Song zum Revival der Todesstrafe

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Mit Todesstrafe auf Stimmenfang. Gestern schwor Erdogan die Türken erneut darauf ein, sie im Falle allzu großer Aufmüpfigkeit über die Wupper zu schicken. Und knapp die Hälfte aller Türken ist begeistert! Heute wird ausgezählt, Zeit für uns, ganz undogmatisch über die Mutter aller Strafen nachzudenken: Im August letzten Jahres ließ Erdogan 38.000 Häftlinge frei, um überhaupt Platz für seine Gegner zu schaffen. Mittlerweile platzen die Knäste erneut aus allen Nähten, also gibt’s für Entlastung nur zwei Möglichkeiten: Begnadigen oder beerdigen. Überdies kostet ein Häftling den türkischen Steuerzahler knapp 70 EUR pro Tag.

Zum Vergleich: Ein Dosis Kaliumchlorid, das bevorzugt beim Tod durch die Spritze eingesetzt wird, schlägt einmalig knapp 160 EUR zu Buche. Rechnet man die Schwarzmarktpreise für gesunde Organe dagegen, ist man schnell wieder im Plus. Eigentlich spricht kaum etwas gegen die Todesstrafe. Außer die Menschenwürde vielleicht. Deshalb hier der offizielle Kampagnen-Song zum Tod durch den Staat.


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