Die Rache der Reflektierten – #ichbinhier lässt Wutbürger verzweifeln

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Eine der eisernsten, wenn nicht sogar die eisernste Regel des Internets lautet: Never feed the trolls. Umso betroffener rollen wir mit den Augen, wenn Nutzer A, Nutzer B mit Argumenten zum Umdenken bewegen will. Im Internet gibt’s keine Argumente! Und doch gibt es da eine Initiative, die mindestens interessant ist: Die Facebook-Gruppe #ichbinhier klingt zwar wie das AStA-Projekt zweier Starbucks-Revoluzzer, aber die Idee ist gut:

Wer auf Facebook eine besonders hassgetränkte Diskussion findet, kann dort einen sachlichen, faktentreuen und höflichen Kommentar hinterlassen und diesen mit einem #ichbinhier versehen. Daraufhin können andere Gruppenmitglieder folgen und diesen Kommentar im Rahmen einer DDoS-Attacke des Guten mit so viel Likes bombardieren, dass dieser im Kommentarstrang nach ganz oben wandert.

Für den geschockten Wutbürger muss es so aussehen, als seien die differenzierenden Menschen in der Überzahl. Wir sagen: Das ist der Pfandfinder-Move des 2017. Jeden Tag ein Like für die Gruppe und das Karma bleibt im Plus.

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