Lieber Bushido, ich bin ein Hurensohn und es tut mir leid UPDATE

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Seit gestern Abend haben Deine Fans meinen Maileingang geentert und Freunde raten mir, für eine Weile unterzutauchen. Der Grund ist ein kleines Musikvideo, in dem ein Postbote aufs Unflätigste über Dich herzieht. Die Idee lautete: Was, wäre wenn die Post ein Rapper wäre, dem Du via Twitter ans Bein pinkelst? Vermutlich würde dieser Rapper zurückschießen. Nur befürchte ich, dass Du glaubst, der Typ mit der Postbotenmütze sei ich persönlich. Und ich persönlich haue aus heiterem Himmel ein paar Bastard-Sprüche gegen Dich raus. Ja, bin ich denn geistesgestört? Ich habe Frau und Kinder!

Die Figur in dem Clip ist die personifizierte Post, die sich hoffentlich deutlich erkennbar der Sprache Deines Werks bedient. Warum sonst sollte ich mir so eine blöde Postmütze aufsetzen? Trotzdem ging Dir und vielen Deiner Fans der Gag zu weit bzw. glaube ich, dass Du die Idee zwar verstanden hast, sie aber komplett unlustig findest. Und dann liegt der Fehler bei mir. Eine gute Umsetzung der Idee hättest auch Du lustig gefunden. Deshalb hier mein ehrliche Entschuldingung: Ich bin ein Hurensoh, es tut mir leid. Du hast mir bereits Konsequenzen versprochen und ich nehme mal an, dass wir hier nicht über Unterlassungsklagen reden – zumal man bei sowas ständig zur Post rennen muss.

Hier ein paar Angebote zur Wiedergutmachung:

Ich gehe für Dich einen Monat lang zur Post und hole Dein Zeug ab, damit ich selbst mal sehe, was das für ein unfreundliches Pack am Hindenburgdamm ist.

Ich schreibe einen Song über Medien-Maden, die selbst nichts auf die Kette kriegen, aber jeden Leistungsträger via Twitter nerven, sobald er aus seiner Rolle fällt.

Ich spende in Deinem Namen 500 EUR an Ärzte ohne Grenzen, damit Menschen mit noch größeren Problemen auch von der Sache profitieren.

Du bekommst einen Banner auf schleckysilberstein.com, der Promo für Dein neues Album macht, das übrigens am 5. Mai 2017 erscheint.

Wir machen einen Termin und Du gibst mir auf die Fresse.

Wir machen keinen Termin und Du bzw. ein Stellvertreter gibt mir auf die Fresse.

Das gilt auch für Deine Fans. Wenn Ihr der Überzeugung seid, dass ich persönlich als Postbote verkleidet Bushido massiv beleidigen wollte, dann werde ich meine Strafe annehmen. Ich stehe zwischen Montag und Mittwoch jeden Tag zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr an der Kirche am Herrfurthpl. 14 und stelle mich der Kritik.

Schlecky Silberstein

UPDATE 28. Februar: Mein Sohn hat eine Bindehautentzündung. Ausgerechnet zum KITA-Karnaval. Die ganze letzte Woche hat er sich darauf gefreut und jetzt muss er mit mir zu Hause bleiben. Ich muss deshalb die Schlägerei für heute absagen – auch wenn’s spießig klingt. Gestern war ich da. Da hätte es gepasst. Ich bin weiterhin jederzeit zu erreichen: schlecky@turbokultur.com

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