Weg mit dem Wortschrott – Schöner schreiben mit Uwe Kopf

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Foto: Anja Jenkner.

Der ehemalige TEMPO-Textchef Uwe Kopf hat uns leider vergangene Woche verlassen, aber er hinterlässt ein schönes Testament, das sich Deutschlands Kunst- und Kulturjournalisten gerne unters Kopfkissen legen dürfen – ach, eigentlich darf’s jeder mal gelesen haben: Kopfs Memo aus den frühen Achtzigerjahren ist Zeugnis und Manifest eines genervten Textchefs, der seinen Schreibern tagein tagaus das pseudo-literarische Geschwurbel aus den Köpfen prügeln musste. Und das Durchaus zeitlos.

Auch heute lesen wir zu oft als Kulturkritiken getarnte Teststrecken für neue Adjektive, die sich nicht dem Thema unterordnen, sondern schon mal den Debütroman des jeweiligen Autoren anteasern. Und hier die Ironie: Die meisten Kopf-Nachrufe der letzten Tage hätten dem armen Mann die Tränen der Verzweiflung in die Augen getrieben. Lest gerne Kopfs Text-Leitfaden und anschließend den Nachruf im Rolling Stone.


via Interweb3000

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