Plattenkritiken am Rande des Wahnsinns – Die Jens Balzer Challenge

in Musik/What The Fuck by

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Disclaimer: Wir lieben Jens Balzer. Grundsätzlich. Aber genug ist genug. Der Autor und Musik-Kritiker hat uns schon so oft mit seinen viel zu sprachfertigen Reviews intellektuell ausgegrenzt – es geht nicht mehr. Das Fass zum Überlaufen brachte die Besprechung der Platte Product von Sophie nachzulesen im aktuellen Rolling Stone. Und die beginnt so:

Dialektischer Hochgeschwindigkeitspop mit pseudoaffirmativem Verhältnis zur kapitalistischen Kommodifizierung der Welt: Das war ja im Jahr 2015 einer der meistdiskutierten musikalischen Entwürfe.

Die Mitte sparen wir uns, hier der Schluss:

Dass Sophie das Werk “Product” nennt, deutet schon auf die ästhetische Dialektik hin: Die alternativlose Integriertheit der eigenen Kunst in die Kulturindustrie soll hier ebenso ungeschönt selbstkritisch ausgestellt werden, wie das rasende Tempo der Songs die Daseinsgeschwindigkeit der Digital Natives im Turbokapitalismus widerspiegelt. Zu den Ahnen dieser Musik zählen neben Micky Maus auch Andy Warhol und der trügerisch überzuckerte Soulmarxismus der frühen Scritti Politti.

WHAAAAAAAAAT? Mag sein, dass Ihr Lehrerkinder das schnallt. Wir rufen stattdessen zur großen Jens Balzer Challenge auf. Und die geht so: Schreibt uns auf jensbalzerchallenge.tumblr.com eine Kritik zu Eurem Lieblingsalbum, aber nicht so, wie Ihr es schreiben würdet, sondern wie Jens Balzer es schreiben würde. Wir wählen bis Sonntag 17:00 Uhr einen Gewinner oder eine Gewinnerin, die sich über 100 EUR freut. Hier eine Geschmacksprobe.

balzer

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