Zum Shitstorm gehören immer zwei – Ryan Air reagiert auf Peniszeichnung

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Ryanair

Unternehmen im Shitstorm verhalten sich oft wie Mütter nach dem Elternabend: Hysterisch, kopflos, aktionistisch. Und meistens wird dann alles noch viel schlimmer. Ryan-Air Kofferpacker malten am Flughafen Dublin einen Penis in den Schnee. Ein Fluggast fand das nicht gut und twitterte das Bild.

99 Prozent aller Unternehmen hätten so reagiert:

  • Verantwortlich Mitarbeiter feuern.
  • Schulung plus Memo an die Mitarbeiter: Was wir in den Schnee malen dürfen.
  • Eine Spende in Millionenhöhe an eine kleine Opferorganisation von Exhibitionismus-Geschädigten.
  • Die Beförderung einer Frau in den Vorstand.
  • Pressemitteilung: Man bedauert den Vorfall, hat die Mitarbeiter gefeuert, bietet künftig Schulungen an, hat an einen Opferverband gespendet und eine Frau in den Vorstand gehoben.

Kosten: 3,5 Millionen.

Und hier die Reaktion von Ryan Air: Trocken kommentierte man den Vorfall mit den Worten:

While our ground crew excel at industry leading 25 minute turnarounds, art isn’t their forte, as they’ve clearly forgotten to draw wings on their snow airplane.

Und damit ist das Thema gegessen. Kosten: O Euro.


Danke Tarik

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