Warum in Schweden plötzlich Handtaschen an Statuen hängen

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1985 schlug die Schwedin Danuta Danielsson einen Neonazi mit ihrer Handtasche. Fotograf Hans Runesson drückte im richtigen Augenblick auf den Auslöser, der Rest ist Fotografie-Geschichte. Letztes Jahr arbeitete Künstlerin Susanna Arwin an einer Bronze-Statue der couragierten Bürgerin und sofort war sich Schweden einig: Auf jeden Fall! Danuta Danielsson muss hier irgendwo stehen! Leider befanden die Behörden, sowohl das Foto als auch die Statue seien gewaltverherrlichend, daher könne man dem Wunsch der Bevölkerung leider nicht nachkommen. Bei dieser Argumentation werden wir gewaltverherrlichend, aber darum geht’s jetzt gerade nicht. Die Schweden lösten den behördlichen Irrsinn kreativ, indem kurzerhand jede Statue zu Danuta Danielsson umgestaltet wurde. Im ganzen Land hängen die Leute dieser Tage Handtaschen an bestehende Statuen. Und das hat am Ende noch mehr Power als eine 1,20 Meter Skulptur im Schatten einer Telefonzelle in Uppsala.

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via nerdcore

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