Nur ein Gürteltier-Baby beim Spielen

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Schon Clint Eastwood wusste: Echte Männer schmusen nicht mit Katzen, sie reiben sich an Gürteltieren. Aber man muss kein Welttestosteronerbe sein, um bei den gepanzerten Nebengelenktieren in Verzückung zu geraten. Dieses Video reicht völlig.


via vvv

Game Of Thrones Outtakes – Jedes Blutbad braucht Humor

Dem einen oder anderen wird schon aufgefallen sein, dass Game of Thrones und Schindlers Liste eine vergleichbare Gag-Quote haben. Umso überraschender der Effekt, wenn Peter Dinklage mit einem Boogie durchs Spalier läuft. Zur San Diego Comic Con gaben die Game Of Thrones Macher ein Blooper Real raus, das belegt: Beim Dreh wurde genau so viel gelacht, wie Kunstblut geschluckt.


via independent

Schweinigate – Maden im Sommerloch

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Vielen Medienbeobachtern steht dieser Tage die Kotze bis zum Hals. Der Grund ist ein Video mit dem bezeichnenden Titel BASTIAN SCHWEINSTEIGER SINGT “BVB HURENSÖHNE” !!!!!!!!!. Bezeichnend sind hier die neun Ausrufezeichen. Die sind ein guter Indikator für die Sprengkraft einer Story und Journalisten, die an Klicks gemessen werden, würden lieber ihre Mütter inklusive Zahngold verkaufen, als hier die Chance ihres Lebens zu verpassen: Skandal! Am liebsten auch mit neun Ausrufezeichen, aber man ist ja Qualitätsjournalist. Und dann allet rinn in den SEO-optimierten Artikel: Hohn, Spott, Geschmacklosigkeit, Hurensohn, Hurensöhne, Hurensoehne (für Leser im Ausland), Skandahl (für Leser mit Rechtschreibschwäche) und ganz wichtig: Shitstorm (damit’s auch einer wird).

Und jetzt sagen wir Euch Akademiker-Kindern mal was: Man kann völlig frei von der Backe weg das Wörtchen Hurensohn singen und das trotzdem nicht so meinen. Ja wirklich. Große können das. Genau so wenig glauben wir, dass ein Marcel Schmelzer vom BVB gerade rotz und Wasser in das Kissen des Kinderpsychologen weint, weil der Schweini zu ihm Hurensohn gesagt hat. Wie schon beim Gaucho-Song gilt auch hier: Wer sich von solchen Fan-Shantys beleidigen lässt, hat leider ein individuelles Problem, weil er ernst nimmt, was nicht ernst zu nehmen ist. Ungeduldig beobachten wir unterdessen die Twitter-Repräsentanz der Grünen. Wann kommt endlich der Hinweis, dass Sexarbeiterinnen nicht als Schimpfwort herhalten dürfen? Außerdem zahlen die Steuern.

Am Ende sah sich Schweinsteiger zu einer öffentlichen Video-Entschuldigung genötigt, was nicht nötig, aber vielleicht doch das Beste war. Mario Basler würde sich im Grab umdrehen, zum Glück lebt er noch. Fakt ist: Die brav auswendig gelernte und juristisch kugelsichere Video-Entschuldigung wird ein weiteres Medien-Phänomen des Social-Media-Zeitalters sein, in dem Sportler neben dem Platz das Leben eines UNO-Generalsekretärs führen müssen. In den USA gab es mal eine Kampagne namens Restore Sanity, in der heißgelaufene Medien gebeten wurden, zurück zur Vernunft zu kommen. Vielleicht auch ein Konzept für Deutschland. Beschwerden des Bundesverbands der Akademiker-Kinder bitte öffentlich unter #akigate.

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