Kathrin Oertels Leben wird verfilmt

Na siehste. Ganz kurz im Rampenlicht gewesen, dann heute der Rücktritt, aber eine gute Story ist eine gute Story. Heino Ferch spielt den Lutz Bachmann, Günther Jauch sich selbst und Olaf Schubert mimt gleich mehrere Demonstranten. Spannendes Projekt.

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Feuerwerkskörper an Flugdrohne – Die Demokratisierung des Krieges

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Prognose: Das nächste Silvester in Neukölln wird auch gleichzeitig für viele Neuköllner der das letzte Silvester sein. Aber der Sound wird geil. Youtuber PIEROGRAM hat einen Satz Römische Lichter an seinen Quadcopter gebastelt und damit ein paar feine Fackelbomben aus der Luft abgefeuert. Hier ein akademischer Gedanke: Das Preisniveau von Flugdronen verhält sich umgekehrt analog zur Sterblichkeitsrate männlicher Personen zwischen 14 und 24. Zu deutsch: Noch sehen wir fantastische Anwendungen aus der Wissenschaft und der Kreativbranche. Ab einem Preisniveau X wird nur noch Scheiße mit den Dingern gebaut. Und wir sind dabei.


via geekologie

Fang an! Warum verspätete Konzertauftritte die letzte Spießerscheiße sind

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Heute verneigen wir uns vor Anke Myrrhe vom Tagesspiegel für einen unglaublich mutigen Artikel: In “An-fan-gen! An-fan-gen!” stellt sie endlich mal die Frage, warum fast kein Künstler sein scheiß Konzert mal pünktlich anfangen kann. Wir stellen uns ausdrücklich vor die Frau, die wahrscheinlich schon längst Morddrohungen (der Beschwerdebrief des Social Media Zeitalters) von aufgebrachten Hipstern bekommt. Hier ein Auszug:

Achtung, sagen die Kollegen, du outest dich als Spießerin. Von mir aus! Ich habe allerdings den Eindruck, dass die wenigsten Spaß daran haben, mitunter zwei Stunden zu warten, bis derjenige auftritt, den zu sehen und zu hören man (oft unverschämte Summen!) bezahlt hat.

Nein, Anke. Du bist nicht spießig. Dieses viel zu spät auf die Bühne kommen ist spießig. Spießig ist es, an Reflexen und Verhaltensmustern festzuhalten, nur weil das alle machen und weil man das auch schon immer so gemacht hat. Nichts anderes ist diese beknackte Zuspätkommerei. Das ist auch nicht unkonventionell. Normen sprengen, gegen Putin singen oder – wie einst Torfrock – ein Hotelzimmer einfach mal tapezieren, das ist unkonventionell. Leute warten lassen und mit einer (oft) beknackten Vorband nerven ist respektlos – wenn man nicht gerade wie Pete Doherty an der Nadel hängt. Aber dann rumnölen, wenn wieder andere ganz unkonventionell ihre Musik über den Torrent saugen.

Wir schließen uns Anke Myrrhe an und sagen: Wenn da 20:00 Uhr auf dem Ticket steht, dann habt Ihr 20:00 Uhr Nadel da was anzubieten. Wir sind nicht so mutig wie Anke, aber als wir die vielen sehr interessanten Kommentare unter ihrem Artikel gelesen haben, war klar: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

kommis

Hier ein Vorschlag zur Künstler-Erziehung:

anfangen
Danke Anke

Jan Böhmermann und eine Bild-Botschaft an das aktuelle Urheberrecht

Aus einer Laune heraus postete Böhmermann das Kulturgut gewordene Motiv des vollgepissten Neonazis aus Rostock-Lichtenhagen – und bekam Post vom Abmahnanwalt. Per Twitter äußerte sich der Pfähler aus Vegesack sinngemäß mit einem “Och nöööö, das macht doch keinen Spaß mehr”. Darauf meldeten sich unfassbar viele unfassbar schlaue Menschen zu Wort, die sinngemäß belehrten: “Gerade ein Mensch aus der Medienbranche sollte es besser wissen, Sie Dieb!”.

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Dass man auch auch mal über das altersschschwache Urheberrecht nachdenken könnte, wollten diese bestialisch klugen und bis zur Selbstaufgabe rechtschaffenden Menschen nicht wahr haben. Heute schloss Böhmermann die Akte mit Stil.

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