Teenie Leaks – U-18 Martin Luther klärt uns über jung sein 2015 auf

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Oh ja, ein wichtiges Buch. Geheimnisträger Paul Bühre hat da den spannendsten Enthüllungsroman geschrieben, der uns in den letzten Jahren unter die Monokel gekommen ist. Der Mann ist 15 und macht aus dieser Not eine Tugend, indem er schreibt, wie das so ist mit dem 15 sein. Mit der Lakonie eines Weltkriegsveteranen erklärt er ganz genau, warum aufs Handy glotzen das neue Fußballspielen ist und warum wir trotzdem nicht fürchten müssen, dass da eine Generation von Digital-Zombies für unsere Rente gerade stehen muss.

Das Buch mit dem tollen Titel “Teenie Leaks” hat viele Facetten, uns Internet-Hasen erster Stunde interessiert besonders, ob die Digital Natives Baujahr 2000 tatsächlich schon zu 51 Prozent Maschine sind. So bekommen wir unter anderem exklusive Einblicke in das moderne Baggern:

Was auch praktisch an Facebook ist: dass man damit ganz einfach mit dem Mädchen seiner Träu-
me in Kontakt kommen kann, selbst wenn man sich nicht wirklich kennt. Schnell eine Freund- 35 schaftsanfrage verschickt, mit einem Profilbild, das man vorher mit einem Tönungseffekt verschönert hat, und dann ganz unauffällig anfangen zu chatten.

Junge: »Hi.«
Mädchen: »Hi, kennen wir uns?«
J: »Jetzt schon, wie findest du Twilight?« M: »Edward!!!«
J: »Oder? Voll geil …«

Grundsätzlich liegt’s in der Natur der Sache, dass man mit 15 noch kein reflektiertes Bild seiner Generation zeichnen kann bzw. hätten wir in dem Alter Gang-Kriege zwischen Delmenhorst-Nord und Delmenhorst-Süd erstunken und erlogen. Aber Bühre schafft den literarischen Todes-Spagat, gleichzeitig sachlich zu berichten, ohne dabei altklug zu wirken. Ullstein als Verlag freut sich dabei über die einzigartige Zielgruppe: Das Buch sollte jeder gelesen haben, der mal jünger als 16 war. Klare Empfehlung.


Danke Robert

Clash of The Titans – Slipknot und Korn covern Beastie Boys live in London

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Als Kanye West letztes Jahr plötzlich auf einem Drake-Konzert in Berlin auf die Bühne sprang, zog sich ein langer, honigsüßer Teenie-Orgasmus durch die sozialen Medien. Wir Erwachsenen haben jetzt auch endlich so ein Event. Nur waren die wenigsten von uns am 23. in der Wembley Arena, als Korn und Slipknot “Sabotage” geschmettert haben. Mit der Energie, die da freigesetzt wurde, hätte man die Sonne zwei Wochen lang versorgen können. Nächstes Mal bitte früher Bescheid sagen, dann kommen wir auch. Zum Glück gibt’s diese energetischen Bilder.


via testspiel

Poonado – Taucher präsentiert Fotos aus dem Inneren von Pottwal-Kot

Der Preis Wildlife Photographer of the Year wird Keri Wilk wohl kaum noch zu nehmen sein. Der Kanadier war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als ein Pottwal (hier passt ja alles) in seiner Nähe einen riesigen Haufen ins Meer setzte. Das macht einen guten Fotografen aus: Da hin gehen wo’s weh tut und dann die richtigen Entscheidungen treffen. Wilk lichtete den Haufen aus allen erdenklichen Perspektiven – auch von Innen – ab, bevor er sich langsam auflöste und eins mit dem Ozean wurde. Tolle Geschichte, magische Bilder. Hier unser Favorit:

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via nerdcore / Fotos: Keri Wilk

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