Der Junge mit dem versenkten Handy – Meppener See-Abpumper wird Werbestar

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Es ist doch eine gute Welt: Im Juli berichteten wir von einem Jungen Meppener, der einen See über die Toilette eines Angelvereins abpumpen wollte, um sein darin versenktes Handy wiederzubekommen. Mit dem Versuch verteilte der Junge Angler-Scheiße aus einem 1000-Liter-Toilettentank weitläufig, fand sein Handy aber trotzdem nicht. Doch das wunderschöne Emsland ist nicht Berlin. Da hilft man sich noch!

Die Pumpenfirma Jung Pumpen gab dem Jungen, von dem wir jetzt wissen, dass er Dwight heißt, einen Werbevertrag. Zudem buchte die Firma einen Profi-Taucher, um das Handy aus dem See doch noch bergen zu lassen. Mit Erfolg. Dwight verriet der Osnabrücker Zeitung anschließend, warum er so einen irrsinnigen Aufwand für Rettung des Handys betrieben hat. Antwort: Es waren Fotos seiner Ex-Freundin drauf. Jeder Richter dieser Welt hätte ihn entsprechend freigesprochen. War nicht nötig. Der Angler-Verein hat seine Anzeige wegen Sachbeschädigung zurückgezogen. Emsland!

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Danke Hans / via NOZ

Männer stellen typische Frauenfotos nach – Der neue Trend auf Instagram

Frauen sind toller, hübscher, intelligenter und gesünder als Männer, sie sind aber auch wahnsinnige Klischee-Schleudern, wenn es um den Umgang mit Social Media geht. Das bringt jetzt ein köstlicher kollektiver Männerkommentar zum Vorschein, der sich momentan wie wild auf Instagram verbreitet: Männer in Frauenposen. Hier eine Auswahl:

Der politische Selfie

In erster Linie für Kommentare über das astronomisch gute Aussehen geschossen, plädiert der sexy eindringliche Blick in Verbindung mit einer Botschaft im Textbereich für mehr soziales Engagement, bessere Ausbildungsbedingungen für Jugendliche oder den Gang zur Wahlurne. So klug kann sexy sein.

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Der Scarf’n’Coffee Shot

DER Klassiker. Die Halbfigur lässt eine schöne Perspektive auf das Tagesoutfit zu, während der umklammerte Starbucks-Becher jede Menge Nachdenklichkeit, aber auch Verletzbarkeit evoziert. Doof nur, dass man in der Praxis immer einen Passanten für das Foto nerven muss.

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Beinstudien

Das Bein ist ein dankbares Motiv, sind Frauenbeine doch irgendwie immer schön. Auch wenn der Rest des Körpers eine einzige Problemzone ist, kann man hier schnell in Run and Gun Manier brauchbare Bilder fürs Profil schießen. Nur echt mit Kuscheldecke und interessanten Magazinen.

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Modestrecke

Klamotten sind da, um gezeigt zu werden. So wird sich einmal im Monat einen Vormittag lang aufgebretzelt, danach entstehen einen Nachmittag lang 1500 Fotos, die am Abend sortiert und nachbearbeitet werden. Gleich am nächsten Morgen geht der zufällig aus der Hand geknipste Moneyshot online. Nur echt mit griffigem Sinnspruch aus dem Themenbereich sympathischer Loser.

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Schleichattacke aufs Haustier

Das Ohr des Hundes in 400 Anläufen vorteilhaft über das ungeschminkte Gesicht drapiert, vermittelt der Haustier-Schuss dieses Quentchen Nahrbarkeit, über das die anderen selbstverliebten Schlampen einfach nicht verfügen. Trotzdem Tierquälerei.

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Das Spiegelbild aus dem Fitnessstudio

Einzigartiger Foto-Effekt plus logische und unprätentiöse Präsentation der Hammerfigur. Gleichzeitig hauen sich die Freundinnen vor Frust die Klingen in den Arm, weil Du’s durchziehst, während die anderen faul sind.

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Der Ich-trink-was-Gesundes

Äußere Schönheit kommt von Innen. Einmal die Woche kratzt man die 8 EUR für den Brennessel-Smoothie zusammen und würgt die Schlacke runter. Beziehungsweise wird das Zeug nach dem Selfie unauffällig entsorgt.

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Der Wellness-Shot

Direkt aus der Werkstatt geschossen, sagst Du Deinen Freunden: Achtung, ich sehe in einer Stunde viel geiler als vorher aus. Als Sneak Peak gibt’s nur die Füße und ein paar Making-Of Impressionen. Der Sex soll sich hier beim Betrachter vor allem in der Fantasie abspielen.

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3 Engel für Selfie

So richtig sexuell kann man nur mit zwei weiteren Freundinnen werden, ansonsten hagelt’s Schlampen-Vorwürfe. Die Kunst besteht darin, soviel ironisches Spiel wie möglich in die Pose zu bringen und gleichzeitig den Jungs das Kribbeln in die Klöten zu zaubern.

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N24 blamiert sich mit blamabler Einschätzung angeblich blamierter Polizisten

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Nein N24, es war ein Gag! Ein sehr guter Gag! ACAB auf dem Nummernschild eines Pressefotos der Polizei Mettmann ist ein ganz toller Gag. Ein Augenzwinkern, ein charmanter Hauch der Menschlichkeit von Polizisten, die auch mal in den arm genommen werden wollen. Warum kann man sich in dieser Welt denn nur blamieren? Warum kann man nicht mal schreiben “Polizei Mettmann dropt den Brüller des Jahres!” Das gibt doch genau so viel Aufmerksamkeit. Ihr blamiert Euch, weil Ihr den Gag nicht durchholt.

N24 so: Aber da steht doch “alle Polizisten sind Bastarde” drauf.

Wir so: Jaaaahaaaa, das ist ein Witz. Ein Popkultur-Referenz. Ein Spruch, der in dem Zusammenhang saukomisch ist.

N24 so: Aber warum schreiben die dann “alle Polizisten sind Bastarde” aufs Nummernschild, wenn die das nicht so meinen.

Wir so: Weil, arrrghh, wie soll man das erklären…

N24 so: Wenn wir schreiben, alle N24-Redakteure sind Bastarde, dann haben wir uns objektiv blamiert.

Wir so:

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