DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

Ich bin AfD-süchtig und Ihr seid es vielleicht auch

in Drogengebrauch by

Meine erfolgreichsten Artikel der letzten Monate haben sich um die AfD im Speziellen und um Rechtspopulisten im Allgemeinen gedreht. Für nichts gibt’s mehr Like, Shares und soziale Bestätigung und am Ende klingelt’s auch noch in der Kasse. Je häufiger ein Artikel aufgerufen wird, umso häufiger werden die Werbebanner geladen. Es klingt pervers, aber meine emotionale und wirtschaftliche Zufriedenheit ist eng mit der AfD verwoben. Spätestens hier erkennt der Suchtexperte: Silberstein, Du brauchst Hilfe. Denn mein Gehirn hat gelernt: AfD-Content ist gut für mich. Wann immer Petry, Höcke, Gauland eine Provokation raushauen, wird das Belohnungssystem meines Gehirns getriggert – das süße Dopamin macht sich auf den Weg und sagt der Großhirnrinde: Empöre Dich jetzt, dann kommt das schöne Gefühl zurück.

Das Gefährliche ist dabei die vermeintliche Rechtschaffenheit: Anders als Alkohol und Zigaretten schadet uns die Empörung über Rechtspopulisten nicht unmittelbar körperlich. Vielmehr ist es en vogue und schafft jedem von uns ein Profil des Anstands. Aufstehen, laut sein, Gegenrede wird als engagierter Akt des politischen Widerstands gefeiert. Was soll daran falsch sein? Gar nichts. Aber es verschafft der AfD maximale Aufmerksamkeit. Denn so tragisch es klingt: Rechtspopulisten haben längst gelernt, unsere sozialen Reflexe, aber auch unsere Eitelkeit gegen uns auszuspielen. Die Medien, zu denen ich auch gehöre, spielen dabei leider die erbärmlichste Rolle. Jeder weiß, dass man Rechtspopulisten stärkt, wenn man sie auf die Titelseiten holt. Doch am Ende siegt die Gier nach Anerkennung, Schulterklopfern und Werbekohle. Auch hier begegnen wir einem klassischen Symptom der Drogensucht: Die komplette Ausblendung der Zukunft. Wo Rechtspopulisten regieren, wird ausnahmslos die Presse beschnitten. Wer sich heute der Empörung hingibt, kann schon morgen mit einem Berufsverbot belegt werden. Aber so denkt der Süchtige nicht.

Long story short: Auf schleckysilberstein.com wird es bis zur Bundestagswahl keine Artikel über die AfD geben. Das ist ein kalter Entzug, der sauschwer wird, aber vielleicht helfen mir die Leser dabei. Sollte ich schwach werden, nagelt mich über die Kommentare an die Wand. Jetzt gerade ist der Zeitpunkt perfekt, weil Gottkanzler Schulz die AfD auf unter 10 Prozent gedrückt hat. Ich persönlich wäre richtig stolz darauf, Deutscher zu sein, wenn Rechtspopulisten in Deutschland nicht über die 10 kommen. In diesem Sinne: Wünscht mir Kraft und schließt Euch gern an. Hier mein letzter Beitrag über die AfD:

Eigentor des Tages: Sean Spicer über Pressefreiheit im Dezember 2016

in Bildung by

Jaja, so schnell kann’s gehen! Ende letzten Jahres hatte Sean Spicer wohl noch eine andere Auffassung von Pressefreiheit oder, naja, von Demokratie insgesamt, wie unten im Video zu sehen. Deshalb war der Ausschluss von CNN, New York Times & Co beim gestrigen Pressebriefing wohl das schönste Eingeständnis-Eigentor, das wir seit langem gesehen haben.

“We have a respect for the press when it comes to the government, that that is something you can’t ban an entity from. Conservative, liberals or otherwise – I think that is what makes a democracy a democracy versus a dictatorship.”

Hups.

 

Hexen-Treffen vor dem Trump-Tower – Heute wird Trump mit Bannfluch belegt

in Politik by

Absolut zeitgemäße Reaktion: Um der Politik der Hexenjagden entgegenzuwirken treffen sich heute Nacht Amerikas praktizierende Hexen, um Donald Trump mit einem Massen-Bannfluch zu belegen. Wissenschaftlich lässt sich keine Prognose zum Erfolg der Aktion stellen, jedoch wissen wir, dass Trump wenig auf Wissenschaft vertraut. Von da her stehen die Chancen gut, dass er sich zur Stunde vor Angst in die Hosen scheißt. Hier könnt Ihr den Verlauf der Aktion verfolgen, wir drücken die Daumen.




via dangerous minds

pix2pix: Ein Tool, das Deine hässliche Zeichnung schöner macht

in Auch cool/Kunst by

So. Jetzt, wo wir uns alle ein bisschen beruhigt haben, können wir uns endlich wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen. Wie zum Beispiel diesem coolen Tool:

Affinelayer (geht am besten mit Chrome)

Designer werden es in Zukunft schwer haben! Denn der smarte Herr Christopher Hesse macht jetzt das bislang Unmögliche möglich: eine 1:1-Übersetzung von einer Zeichnung in ein..naja..”echtes” Bild. Natürlich sind Zeichenskills noch immer von Vorteil, aber man kann auch – wie unten in den Screenshot erkennbar – mit eingeschränktem Talent ein zumindest identifizierbares Bild kreieren. Der Zauber funktioniert bislang bei Katzen, Schuhen, Handtaschen und Hausfassaden. Da geht bestimmt auch noch mehr in Zukunft. Macht übrigens auch Spaß, wenn man sich abreagieren möchte. Zum Beispiel, wenn man Hurensohn genannt wurde, oder so.

Das passiert übrigens, wenn man von der gegebenen Form abweicht:

 

Danke, Mark’o’popel.

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