DIE JOGGINGHOSE FÜR DEN KOPF

Das Problem sind die Demokratie-Schwarzfahrer

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Im Lichte vieler unappetitlicher Ereignisse, die mich und meine Familie ereilt haben, nachdem die AfD ihre Bodentruppen auf mich gehetzt hat, fand ich mich am Samstag auf meiner ersten Demo seit über 10 Jahren wieder. Der Unteilbar-Zug war mit Sicherheit für alle Beteiligten genau so überwältigend wie für mich, weil es eben keine Antifa-Veranstaltung war, sondern ein durchaus bürgerlicher Protest gegen Tendenzen, vor denen auch der Sofa-Demokrat nicht mehr die Augen verschließen kann. Aber es haben noch viele, viele Leute gefehlt, über die ich heute schreiben will: Die Schwarzfahrer. Dazu ein kleines Anekdötchen aus der vorvergangenen Woche.

OHNE FREIHEIT KEIN BUSINESS

Als ich zum ersten deutschen Unterhaltungskünstler seit 1945 wurde, der für einen Gag von einem offiziellen Parlamentarier „besucht“ wurde, stand mein Telefon logischerweise nicht still. Unter anderem meldete sich eine Redakteurin eines großen Nachrichten-Magazins und lud mich unter emotionalsten Demokratie-Schwüren in ihre Sendung ein. Ich sagte zu und gab zu Protokoll, dass ich von Hamburg aus anreise, weil ich am selben Tag bereits meine Sicht der Dinge bei Markus Lanz präsentieren durfte. Ein paar Stunden später ließ mich die Redakteurin kleinlaut wissen, die Einladung habe sich erübrigt, weil die Story für den Sender nur im Rahmen einer Exklusivberichterstattung interessant war. Kurz: Das ganze Wir-müssen-das-der-Welt-erzählen aus dem ersten Gespräch war nichts anderes als ein Business-Move. Oder noch kürzer: Aktuell ist bei vielen das Business wichtiger als die Zukunft.

DIE VERMEINTLICHE GRATIS-STAATSFORM DEMOKRATIE

In der Folge dachte ich immer wieder an den Begriff Demokratie-Schwarzfahrer und würde ihn gerne im Sprachgebrauch etablieren. Denn das Problem ist gar nicht die AfD. Viel gefährlicher sind die Demokratie-Schmarotzer, denen das eigene Business oder die eigene Bequemlichkeit viel wichtiger ist als die Zukunft ihrer Kinder. Von diesen Personen habe ich in den letzten Wochen erschreckend viele kennengelernt und darüber ein gutes Gefühl bekommen, wie das „damals“ alles passieren konnte. Stefan Zweig, Hannah Arendt und unzählige andere haben sich bereits die Finger darüber wund geschrieben, dass nicht die eigentlichen Nazis die Welt ins Chaos gestürzt haben, sondern diejenigen, die sie an die Macht gefaulenzt haben. Diese Leute waren und sind Schwarzfahrer, die sich schön um ihren eigenen Scheiß kümmern und andere für ihre Freiheit kämpfen lassen. Leute, die alles mitnehmen, was ihnen andere erkämpft haben, als wäre die Demokratie eine werbefinanzierte Gratis-Staatsform.

WAS HABE ICH EIGENTLICH HEUTE FÜR MEINE FREIHEIT GEMACHT?

Das klingt zunächst ehrenrührig. Diese Menschen „machen ja eigentlich nichts“ – und auf den ersten Blick schon gar nichts Falsches. Aber sie machen eben auch nicht mit. Oder noch schlimmer: Sie glauben, Dinge ziemlich besorgniserregend zu finden, sei schon irgendeine Form von Beitrag. Ich befürchte Dreiviertel aller Deutschen können sich Abends nicht die Frage beantworten „Was habe ich eigentlich heute für meine Freiheit gemacht?“.

VERSCHWENDE DEINEN SAMSTAG

Die 250.000 Teilnehmer, die am Samstag vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor marschiert sind, haben immerhin ihre Zeit geopfert und einen der letzten fantastischen Sonnen-Samstage des Jahres sausen lassen. Das ist nicht viel, aber ein messbares Opfer. Und das reicht schon. Niemand muss seinen Job an den Nagel hängen und ab jetzt 24/7 Jugendliche aus Sachsen in Exit-Programme quatschen. Es reicht völlig aus, ein bisschen zu tun. Aber das muss dann auch wirklich getan und nicht nur angekündigt werden.

WIE FUNKTIONIERT EIGENTLICH EIN OPFER?

Ich habe hier schon häufiger von der Illusion gesprochen, sich über einen vielfach geteilten Social-Media-Post als Demokratie-Kämpfer zu fühlen. Das ist für mich deshalb nichts wert, weil die konkrete Opfergabe fehlt. Es kostet nichts, von der Badewanne aus einen pointierten Tweet gegen rechts zu versenden. Meine neue Faustformel in der Sache lautet: Wenn es mich spürbar etwas kostet – Zeit, Energie, Geld – dann ist mein Beitrag auch etwas wert. Im Umkehrschluss darf jeder besten Gewissens ins Bett gehen, der sich das Leben für die richtige Sache etwas unbequemer gemacht hat, oder bewusst der Bequemlichkeit aus dem Weg gegangen ist.

WIR HABEN ALLE VIEL ZU TUN

Aber es gibt immer noch zu viele Demokratie-Schwarzfahrer, die andere die Opfer bringen lassen. Das macht keiner absichtlich, deshalb ist es ja so gefährlich. Wir haben alle viel zu tun und jeder hat seinen eigenen Struggle, aber wer jetzt nicht ein bisschen Zeit, Energie, oder Geld abstellt, um seine Freiheit zu sichern, der hat vielleicht in ein paar Jahren viel größere Probleme. Meine Medien-Kollegen kennen alle den garantierten Mehraufwand, wenn sie in ihrer Arbeit die AfD thematisieren. In der Regel empfangen sie wenig später eine Mail, in welcher die Adresse der KITA ihrer Kinder genannt wird. Das passiert jeden Tag, liebe Schwarzfahrer.

KÄMPFT NICHT GEGEN DIE AFD

Was will der Autor sagen? Kämpft nicht gegen die AfD. Die machen ihr Ding und bleiben in der Sache unbeirrt. Kämpft lieber gegen die Schwarzfahrer, die jeden Tag die Freiheit mitnehmen, ohne selbst etwas zu geben. Ich will doch auch auch nur meine Ruhe. Aber jetzt faul zu sein, verspricht einen unvorstellbaren Aufwand in ein paar Jahren. Oder seht’s mal so: Die Demokratie in Deutschland wird zum ersten Mal seit 1945 wieder in Frage gestellt. Niemand von Euch will als Teil einer Volltrottel-Generation in die Geschichtsbücher eingehen.

Junge Väter – Die letzten Helden unserer Zeit

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Wenn meine Frau Samstags mit zwei Kindern zum Bäcker geht, wird sie mit der gleichen Gelassenheit empfangen, mit der eine Gesellschaft das Prinzip der Erdrotation akzeptiert. Ich hingegen bin als vergleichsweise junger Vater eine solche Attraktion, dass ich erwäge, meine samstägliche Brötchen-Beschaffung an irgendein Hamburger Musical Theater zu bringen. Fakt ist: Sobald Männer Kinder im Arm haben, werden sie unfreiwillig zu Stars. Frauen bleiben Frauen. Es gibt Unangenehmeres als von Fremden zu hören, was für ein geiler Typ man ist, aber ich verstehe den Frust aller Mütter, wenn ihre Männer zu Ikonen der modernen Rollenverteilung erklärt werden, nur weil sie einen Kinderwagen geradeaus schieben können. Zuvor haben diese Frauen in der Regel

Wenn Ihr also junge Väter seht, seid gewiss: Diesen Menschen müssen wir keine Denkmäler bauen. So viel haben die gar nicht geleistet. Ich bin kein ausgewiesener Feminist und werde wohl auch keiner mehr, aber glaubt mir, liebe Mütter, ich fühle Euren Groll. Der folgende Clip ist nur für Euch.

Ein Herz für weiße heterosexuelle Männer

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Immer wieder Männer! Immer wieder sind sie weiß! Immer wieder heterosexuell! In den westlichen Industrienationen gilt es als Todesurteil, weiß, männlich und heterosexuell zu sein. Jeden Tag lesen wir in der BILD, dass gerade diese Menschen in Deutschland am wenigsten Schutz genießen. Nein, es reicht nicht mehr aus, weiße heterosexuelle Männer in den Arm zu nehmen. Zum einen haben sie dann einen MeToo-Skandal am Hals, zum anderen muss endlich ein Aufschrei durchs Land gehen. Wir vom Browser Ballett wollen mit unserer Kampagne “Ein Herz für weiße heterosexuelle Männer” endlich die schützen, die es am meisten verdienen.

Ein Hauch von ‘33 – Und plötzlich stehen sie vor deiner Tür

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Und plötzlich steht ein AfD-Abgeordneter im Hausflur und filmt dein Klingelschild. Wenn Politiker bei Künstlern auftauchen, um ihnen zu zeigen “Wir wissen, wo Du wohnst”, dann sind wir wieder soweit, liebe Freunde.

Aber der Reihe nach: Am 07. September hat die Steinberger Silberstein GmbH, in der ich Gesellschafter und Head Autor bin, eine Parodie auf den Wahnsinn in Chemnitz gedreht. Der Clip war eine Auseinandersetzung mit allen, die vom Tod eines jungen Mannes profitieren wollten: Betont empörte Medien, asoziale Kampftrinker, Rechtsextreme, die AfD, die mit großem Fangnetz mitten drin stand, aber auch die ganzen Quartals-Antifaschisten und Party-Demonstranten, denen Coca Cola unter dem Wir-sind-mehr-Label Produktproben hinterhergeworfen hat. Das war auch das letzte Mal, dass ich einen Gag erkläre, aber hier ist es wichtig, um den Wahnsinn zu illustrieren, der über uns hereingebrochen ist.

Ein fast gekonnt gefakter Fake

Beim Dreh in Berlin-Lichtenberg versammelten sich schnell Anwohner, die den Verdacht schöpften, wir wollten eine gefakte Nazi-Demo in Berlin inszenieren. Geduldig erklärten wir das Set und die Story, bemerkenswert vielen Menschen mussten wir auch die Kunstfreiheit erklären.

Wenig später veröffentlichte die Bundes-AfD einen Clip, der Szenen des Drehs präsentierte und in aller Einseitigkeit das Narrativ nährte, wir hätten eine Fake-Nazidemo gedreht, um sie als echte Veranstaltung auszustrahlen. Am Anfang lacht man über die Ironie, so war ja das AfD-Video eine bewusste Falschmeldung. Mulmig wurde uns, als Bilder von Team-Mitgliedern im Netz auftauchten und dazu aufgerufen wurde, die Namen und Adressen herauszufinden.

Schließlich stand der AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel mit einem Kameramann vor der Haustür meines Firmen-Partners und filmte das Klingelschild ab. Der Krawatte nach zu urteilen ist Hansel ein Mensch, der erst handelt und dann nachdenkt, aber ein Abgeordneter muss wissen, dass diese Unsitte, Adressen ins Netz stellen, nicht nur illegal ist, sondern auch gefährlich. Das Video mit den Adressdetails wurde über den Facebook- und Youtube-Kanal der AfD-Berlin geteilt, wo viele Kommentatoren sehr erregt über den jüdischen Namen meines Partners waren.

 

Auch noch Juden!

Und spätestens wenn Juden im Spiel sind, greift bei Teilen der AfD-Klientel der alte Vernichtungs-Reflex. Die Morddrohung aus dem Antisemitismus-Baukasten ging am 16. September ein und ich lehne mich hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte: Ohne die Initiative von Bundes- und Berlin-AfD, wäre sie uns erspart geblieben.

Natürlich wusste jeder bei der Partei, dass wir eine Satire drehen. Wir haben das komplette Set mit entsprechenden Hinweise zugekleistert. Hansel “besuchte” uns, als wir uns schon längst als Auftraggeber des Satire-Drehs zu Erkennen gegeben hatten. Und dennoch stellte er sich taktisch blöd. Man kann auch sagen: Er hielt an der perfiden Lüge fest. Denn in den Kommentaren zu den Videos erkennen wir, dass es die Story schon längst in den Alternative-Fakten-Kanon der rechten Filterblase geschafft hat. Schon immer wollte man beweisen, dass Videos wie Hetzjagden in Chemnitz von Linken und Systemmedien inszeniert werden. Wenn der Chef des Verfassungsschutzes genau dieses Narrativ in genau dieser Woche stützt, dann geht der Plan perfekt auf. Danke, Maaßen.

Die Masche mit den veröffentlichten Adressen

Viele tun immer so überrascht, wenn sie von diesen Methoden hören. Dabei gehören gerade Attacken auf Künstler und Journalisten zum kleinen Einmaleins der Autokratie. Die eigenen Anhänger sollen das Vertrauen in das wichtige Korrektiv namens Medien verlieren. Nicht umsonst ist überall auf der Welt und überall in der Geschichte Schritt eins nach der Machtübernahme die Einschränkung der Kunst- und Pressefreiheit. Zuvor wird diesem Eingriff der Weg geebnet, in dem systematisch an der Glaubwürdigkeit der Medien gesägt wird.

Symbolbild Ironie

Diesen Absatz schreibe ich fett, weil er wichtig ist: Wenn autokratische Parteien einmal an der Macht sind, dann ist der Weg zurück sehr, sehr schwer. Damit richte ich mich vor allem an die Wechsel- und Protestwähler, die glauben, man könne Autokraten nach vier Jahren einfach so wieder abwählen. Während Demokraten versuchen, aus den bestehenden Strukturen das Beste zu machen, bauen Autokraten den Staat um. Richter- und Intendanten-Posten werden mit Günstlingen besetzt, ebenso lassen sich aus der Regierung heraus auch sehr bequem Pressegesetze ändern. Ein Blick nach Polen und Ungarn lohnt sich. Die Kritik, die es braucht, um eine autokratische Regierung wieder abzuwählen, wird im Keim erstickt, während die Probleme des Landes exklusiv einer Minderheit, zum Beispiel Flüchtlingen zugeschrieben werden. Das ist nicht besonders originell. Das haben schon die Nazis von viel älteren Diktaturen kopiert.

Für alle, die noch unentschlossen sind: Es ist kurz vor zwölf, macht Euch da keine Illusionen. Branchen-Kollegen berichten mir regelmäßig, dass Medien-Entscheider immer wieder vor dem Druck der AfD einknicken. Mit einer außerordentlich respektablen Disziplin versucht die AfD Institutionen zu lähmen. Jeder, der einen kritischen Beitrag gegen die AfD und ihre Sympathisanten verantwortet, weiß im Vorfeld, dass damit extrem viel Verwaltungsaufwand entsteht. Es gehen orchestrierte Beschwerden ein, Rechenschaftsanträge werden gestellt und es passiert immer wieder das Ekelhafteste: Adressen werden veröffentlicht. Ich verstehe jeden, der mit Sorge an seine Familie denkt und einfach nur seine Ruhe haben will. Wir erfahren das gerade am eigenen Leib. Aber das ist die Zeit, in der wir leben. Das ist normal. Wir haben das normal gemacht. Und mit jedem Prozentpunkt für die AfD wird das normaler.

Es geht wieder los

Ich verstehe jeden, der es satt ist, von Tourette-Linken niedergeschrien zu werden. Ich verstehe jeden, der in der Migration ein gigantisches Problem sieht. Ich verstehe sogar alle, die sich eine Partei wünschen, die so erzkonservativ ist, dass sie uns am liebsten zurück in die 50er-Jahre bringen will. Aber weiter zurück sollten wir nicht fallen. Wer Künstler und Journalisten bedroht und in den eigenen Kommentarspalten toleriert, dass Medienschaffende und ihre Familien dem Mob präsentiert werden, der kann keine Alternative sein. Sagt das gern auch Euren Eltern.

Und jetzt viel Spaß mit unserem Clip, solange man in Deutschland solche Clips noch produzieren darf:

UPDATE:

Dieser Artikel umfasste in einer früheren Version das Video einer Person, die unverblümt zum Sturm unserer Privat-Gemächer aufgerufen hat. Den Clip habe ich wieder rausgenommen, weil es eben 2018 ein konkretes Sicherheitsrisiko ist und Berliner Polizisten schon genug zu tun haben.

Stellungnahme: Meine Firma produziert keine Fake-Nazidemos mit AfD-Beteiligung

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Liebe AfD und Sympathisanten,

in Ihren Kreisen verbreitet sich gerade die Nachricht, meine Firma würde neuerdings Fake-Nazidemos für den SWR produzieren, um unter anderem gegen Ihre Partei zu hetzen. Aufmerksame Anwohner filmten mein Team neulich in Berlin Lichtenberg dabei und spielten das vermeintlich brisante Material der Parteispitze zu. Besagtes Material wurde für einen Informationsfilm verwendet, über den die Bundes-AfD meiner Firma unterstellte, Fake-News für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk herzustellen.

Lassen Sie mich den Vorfall klarstellen: Es handelte sich bei der vermeintlich perfiden Aktion lediglich um einen Filmdreh für das Satire-Format Browser Ballett. Das konnte man vor Ort an den vielen Kameras, einem Regisseur, einer Maske, einem Tonmann, einem Catering-Zelt und an den ganzen Aushängen sehen, die darauf hinwiesen, dass wir einen Film drehen.

Da wir stets bestrebt sind, niemanden bloßzustellen, möchten wir sie bitten, ihre Kamerateams von unseren Adressen abzuziehen. Ihr Mitglied Frank-Christian Hansel steht hier mit Kameramann und Party-Krawatte und möchte mich dazu befragen, was sich meine Firma dabei denkt, eine Fake-Nazidemo mit AfD-Beteiligung zu produzieren.

Es wäre ein Leichtes, dem Herrn humorvoll zu erklären, was ein Filmdreh ist. Das wäre ein bequemer Punktsieg für mich und meine linken Schulterklopfer. Aber es ist mir ein aufrichtiges Anliegen, bei den aktuellen politischen Spannungen in Deutschland nicht jede Gelegenheit mitzunehmen, um die andere Seite bloßzustellen. Das Gleiche würde ich mir von Ihnen wünschen. Wir sind nicht im Krieg und da will auch keiner hin.

Mit freundlichen Grüßen,
Schlecky Silberstein

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